22:10 17 November 2018
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    Proteste vor dem Saudi-Arabiens Konsulat in Istanbul - auf dem Bild: Dschamal Chaschukdschi

    Nach Mord an saudischen Journalisten: USA sorgen sich um Anti-Iran-Achse

    © AFP 2018 / Ozan Kose
    Politik
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    Nach Einschätzung der USA bedroht der Mord an dem oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi (Jamal Khashoggi) im saudischen Konsulat von Istanbul die Stabilität in der gesamten Nahost-Region. Das meldet am Samstag die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf US-Verteidigungsminister Jim Mattis.

    „Mit Blick auf unser kollektives Interesse an Frieden und der unerschütterlichen Achtung der Menschenrechte muss der Mord an Jamal Khashoggi in einer diplomatischen Vertretung uns alle beunruhigen“, sagte Mattis laut der Agentur bei einer Sicherheitskonferenz in Manama, der Hauptstadt von Bahrain.

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    Wenn ein Staat daran scheitere, internationale Normen und rechtsstaatliche Prinzipien zu beachten, werde die regionale Stabilität in einer Zeit untergraben, in der sie besonders nötig sei, so der Pentagon-Chef.

    Anhand zahlreicher Beispiele machte er Reuters zufolge deutlich, wie wichtig der US-Regierung eine Begrenzung des wachsenden Einflusses des Iran in der Region sei. Teheran torpediere die politische Stabilität in zahlreichen Ländern.

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    „Die bislang eher zögerliche Reaktion der USA auf die Tötung Khashoggis hängt auch mit der überragenden Bedeutung Saudi-Arabiens in der US-Strategie gegen den Iran zusammen“, schreibt die Agentur.

    Demnach spielte der saudische Außenminister, Adel al-Dschubeir, die Bedeutung der Tötung Khashoggis vor den Konferenzteilnehmern herunter. Um den Tod des regierungskritischen Journalisten habe sich eine „Medien-Hysterie“ entwickelt.

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    Al-Dschubeir habe sich um Beschwichtigung der USA bemüht. Die Beziehungen zwischen den USA und Saudi-Arabien seien unzerstörbar. Sein Land sei ein Leuchtturm des Lichtes, während der Iran die Dunkelheit verkörpere, zitiert die Agentur den Minister.

    Chaschukdschi, Mitarbeiter der US-Zeitung „Washington Post“, hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für seine geplante Hochzeit mit einer Türkin abzuholen. Seitdem galt er als vermisst.

    Die türkische Seite hatte bereits nach kurzer Zeit behauptet, der saudische Regimekritiker sei im Konsulat ermordet worden. Saudi-Arabien bestritt dies zunächst, hat aber inzwischen die Ermordung des Journalisten im Istanbuler Konsulat bestätigt.

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    Regime, Tötung, Ermordung, Tod, Journalisten, Journalist, Journalismus, Reuters, James Mattis, Dschamal Chaschukdschi, Iran, Istanbul, Türkei, Saudi-Arabien