09:16 16 November 2018
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    Mitglied der Weißhelme-Organisation in Syrien (Archivbild)

    Trotz bedenklichen Rufs: „Weißhelme“ in Kanada willkommen geheißen

    © AFP 2018 / Abdulmonam Eassa
    Politik
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    Mindestens 117 Mitglieder der Organisation „Weißhelme“ und ihre Angehörigen sind in der Vorwoche in Kanada eingetroffen, teilte der dortige Fernsehsender CBC News mit. Sieben Familien seien am Dienstag im Toronto Lester Pearson Airport gelandet, hieß es.

    Die Eingetroffenen werden voraussichtlich in den vier Provinzen Britisch-Kolumbien, Saskatchewan, Ontario und Neuschottland untergebracht.

    Wie zuvor aus dem jordanischen Außenministerium verlautete, haben rund 300 Mitglieder der in Syrien agierenden Organisation „Weißhelme“ Jordanien verlassen, wo sie eine Zwischenstation vor der Weiterreise in westliche Länder eingelegt haben sollen.

    Großbritannien, Deutschland und Kanada hätten früher gegenüber Amman ihre Bereitschaft bekräftigt, die  „Weißhelme“ binnen dreier Monate unterzubringen. Ursprünglich seien insgesamt 422 Personen – „Weißhelme“ und ihre Familien – nach Jordanien gekommen. Inzwischen habe sich diese Zahl um sechs Neugeborene vergrößert.

    Der Pressesprecher des israelischen Außenministeriums hatte im Juli mitgeteilt, dass Israel Aktivisten der „Weißhelme“-Organisation samt Familien auf Bitte der USA, Kanadas und europäischer Länder aus Syrien abtransportiert habe.

    Laut israelischen Medien wurden während einer nächtlichen Operation etwa 800 Menschen über Israel nach Jordanien gebracht.
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte Mitte Oktober gegenüber dem Sender Euronews angemerkt, dass immer neue Fakten der Verbindung der „Weißhelme“ zu den Terrorgruppierungen IS* und Dschabhat an-Nusra auftauchen würden.*

    Die „Weißhelme“, die im Westen breite Unterstützung genießen, haben als ihr Ziel verkündet, die Zivilbevölkerung in Kampfgebieten zu retten. Dabei werden sie von der syrischen Führung der Verbindung zu Extremisten und feindseliger Propagandaaktivitäten bezichtigt.

    Das russische Außenministerium hat bereits früher die Aktivitäten der „Weißhelme“ als Teil einer Informationskampagne zur Anschwärzung der syrischen Behörden qualifiziert.

    *IS („Islamischer Staat“) und Dschabhat an-Nusra – in Russland verbotene Terrorvereinigungen

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    Tags:
    Aktivitäten, Propaganda, Dschabhat an-Nusra, CBC News, Weißhelme, IS, Sergej Lawrow, Kanada, Jordanien, Israel, Syrien