23:15 12 November 2018
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    Sergej Schoigu, Verteidigungsminister Russlands

    US-Ausstieg aus INF-Vertrag: Schoigu warnt vor schweren Folgen für Europa

    © Sputnik / Michail Klimentjew
    Politik
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    Die US-Entscheidung, aus dem INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme auszusteigen, wird vor allem für Europa ernsthafte Konsequenzen haben. Dies teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu bei einem Treffen mit seinem griechischen Amtskollegen Panos Kammenos mit.

    „Wir sind an der Reaktion Europas auf diese US-Entscheidung über den Austritt aus dem INF-Vertrag interessiert. Und wir möchten, dass Europa sich der Konsequenzen, die sich im Falle des Stationierung von Mittelstreckenraketen in Europa ergeben würden, bewusst wird“, unterstrich Schoigu.

    Er hat ebenso betont, dass nicht alle in Europa begreifen würden, dass diese Entscheidung schwere Folgen vor allem für Europa haben werde.

    „Uns scheint, dass es richtig wäre, diese Entscheidung im Rahmen der NATO und der EU ausführlich zu besprechen“, so Schoigu weiter.

    Am 20. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) angekündigt. Das 1987 unterzeichnete Papier verpflichtet beide Staaten zur Vernichtung aller Raketen mittlerer und kürzerer Reichweite und untersagt deren Produktion.

    Die USA würden den Vertrag aufkündigen, weil Russland ihn verletze, sagte Trump. Der INF-Vertrag war am 8. Dezember 1987 von den damaligen Staatschefs der UdSSR und der USA, Michail Gorbatschow und Ronald Reagan, unterzeichnet worden. Darin verpflichteten sich beide Staaten, sämtliche Raketen mit mittlerer (1000 bis 5500 Kilometer) und kürzerer (500 bis 1000 Kilometer) Reichweite zu vernichten und keine neuen mehr zu produzieren.


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    Tags:
    Folgen, Ausstieg, INF-Vertrag, Sergej Schoigu, Europa