09:25 21 November 2018
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    Angela Merkel bei der Afrikas Konferenz im Rahmen der G20-Gemeinschaft in Berlin

    „Merkel hätte schon nach Öffnung der Grenzen zurücktreten sollen“ - Ex-BDI-Präsident

    © REUTERS / Pool/ Axel Schmidt
    Politik
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    Hans-Olaf Henkel gilt als einer der größten Merkel-Kritiker im Lande. Zugleich hat der frühere Präsident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) immer wieder den Namen Friedrich Merz als Merkels Nachfolger ins Spiel gebracht. Und der hat jetzt tatsächlich seinen Hut in den Ring geworfen.

    In einer Pressemitteilung nahm Hans-Olaf Henkel, der bis September Mitglied der Liberal-Konservativen Reformer (LKR) war, Stellung zur Kandidatur von Friedrich Merz: „Als CDU-Parteichef und Kanzler gibt es keinen geeigneteren Kandidaten als Friedrich Merz.“ In der Mitteilung heißt es weiter, Henkel sei erleichtert, dass Bundeskanzlerin Merkel nicht mehr für den CDU-Bundesvorsitz kandidiere.

    Dann zählt der 78-jährige die Fehler auf, die Merkel aus seiner Sicht begangen hat. „Die fehlgeschlagene Griechenland-Rettung, die planlose Energiewende, die Flüchtlingskrise, der Aufstieg der AfD und der Brexit sind Fehlleistungen von Angela Merkel, von denen jede für sich genommen schon ein ausreichender Grund zum Rücktritt gewesen wäre.“

    Mit Merz kann die CDU „die AfD halbieren“

    Weiter heißt es, mit Friedrich Merz an der Spitze könnten sich die Christdemokraten bald erholen und die AfD halbieren. In der Folge stellt Henkel in seinem Statement einige Thesen auf. So schreibt er: „Merkel hätte schon nach der aus dem Ruder gelaufenen Öffnung der Grenzen für Flüchtlinge zurücktreten sollen.“

    Für Merz als Nachfolger spreche, dass er keine Verantwortung für den Linksruck der CDU trage, wodurch Stammwähler verloren gingen. Außerdem lobt der Ökonom Henkel Merz als Mann der Wirtschaft: „Friedrich Merz hätte niemals einer Energiewende zugestimmt, die Deutschlands Energieversorgung und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie bedroht.“

    Auch in der Migrationspolitik hätte Merz anders gehandelt als die Kanzlerin:

    „Friedrich Merz hätte vor allem niemals über eine Million Flüchtlinge unkontrolliert nach Deutschland und Europa hineingelassen. Merkel hat dadurch dazu beigetragen, dass die rechtsgerichtete AfD wieder aufersteht und erhebliches Konfliktpotential in der EU geschaffen worden ist.“

    Zum Schluss beschuldigt Henkel die Kanzlerin, durch ihre EU- und Flüchtlingspolitik Großbritannien in den Brexit gedrängt zu haben. Für eine Stellungnahme war Henkel, der zur Zeit in Indien weilt, nicht zu erreichen.

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Rücktritt, CDU, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Friedrich Merz, Hans-Olaf Henkel, Angela Merkel