08:44 21 November 2018
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    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg (Archiv)

    Stoltenberg: So reagieren wir auf Russlands Vorgehen in Arktis

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    Politik
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    Die Nato reagiert laut dem Nato-Generalsekretär, Jens Stoltenberg, auf die Verstärkung der Militärpräsenz Russlands in der Arktis, beabsichtigt aber nicht, spiegelgleich zu antworten – „mit U-Boot auf U-Boot“.

    „Wir haben die zunehmende militärische Präsenz Russlands in der Arktis mitbekommen. Allerdings plant die Nato keinesfalls genauso – Schiff für Schiff, Flugzeug für Flugzeug, U-Boot für U-Boot – das zu wiederholen, was Russland tut. Doch einer der Gründe, warum wir unsere gemeinsame Defensive und unsere Präsenz im Norden verstärken, ist natürlich das, was wir vonseiten Russlands gesehen haben“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Norwegen.

    „Besonders, wenn es um die Verteidigung der Unterwasserkommunikationen im Nordatlantik geht, die Europa und Amerika miteinander verbinden. Wir führen zudem U-Boot-Abwehr-Übungen durch, und einige unsere Verbündeten investieren in die U-Jagdfliegerkräfte“, teilte er weiter mit.

    „Das heißt, dass wir reagieren, wiederholen aber nicht punktgenau das, was Russland macht, und wir arbeiten nach wie vor daran, die Spannung in dieser Region zu mindern“, erklärte Stoltenberg.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte mehrmals unterstrichen, dass es Fahrten sowie Flüge immer in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Regeln ausgeführt habe und ausführe, ohne die Grenzen anderer Staaten zu verletzen. Russland hatte darüber hinaus bezüglich der zugenommenen Nato-Aktivitäten an seinen Grenzen erklärt, dass es für niemanden eine Bedrohung darstelle, aber die für seine Interessen potentiell gefährlichen Handlungen nicht ohne Aufmerksamkeit lassen werde.

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    Tags:
    Aktivitäten, Militärpräsenz, U-Boot-Abwehr, NATO, Jens Stoltenberg, Amerika, Nordatlantik, Europa, Norwegen, Arktis