23:15 12 November 2018
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    Die RT- und Sputnik-Chefredakteurin, Margarita Simonjan, und der Chef der russischen Medienagentur „Rossiya Segodnya“, Dmitri Kisseljow, bei der Unterstützungsaktion für Kirill Wyschinski vor der ukrainischen Botschaft in Moskau, der 2. November 2018

    Vor ukrainischer Botschaft: Unterstützungsaktion für Wyschinski in Moskau – FOTOs

    © Sputnik / Ramil Sidtikow
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    Vor der ukrainischen Botschaft in Moskau hat eine Aktion zur Unterstützung des inhaftierten Chefs von RIA Novosti Ukraine, Kirill Wyschinski, stattgefunden.

    Die Aktion verlief unter dem Motto „Fadenscheinige Vorwürfe“. Wyschinski war im Mai in der Ukraine wegen seiner Berufstätigkeit verhaftet worden. Ihm wurden Landesverrat und Unterstützung für die selbsterklärten Republiken der Donbass-Region zur Last gelegt.

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    Der Chef der russischen Medienagentur „Rossiya Segodnya“, Dmitri Kisseljow, bezeichnete die gegen Wyschinski erhobene Beschuldigung des Staatsverrats als absurd.

    „Man hat Kirill festgenommen, um ihn gegen Menschen auszutauschen, die hier Terroraktionen geplant haben. Das heiß, dass man ihn gegen einen Terroristen austauschen wollte, das heißt, dass er eigentlich als Geisel genommen worden ist“, so Kisseljow.

    Im Interesse ukrainischer Behörden sei es, das Gerichtsverfahren „auf jede Art hinauszuzögern“.

    Laut der RT- und Sputnik-Chefredakteurin, Margarita Simonjan, erstaunt die Falschheit „so genannter westlicher Länder“. „Dieselben Länder haben uns im Laufe von Jahrzehnten von der Meinungsfreiheit, von der Demokratie erzählt. Davon, dass jemand seine Meinung äußern kann, dass niemand für seine Einstellung bestraft werden darf“.

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    Dennoch umgehe der Westen „weich, so weich wie möglich“ das Thema der Verhaftung von Wyschinski in der Ukraine. Sie betonte, dass der Chef von RIA Novosti Ukraine nichts Radikales, Nationalistisches oder Extremistisches geschrieben habe. Ihm werde jedoch Landesverrat vorgeworfen.

    „Also seine Meinung in der Ukraine zu äußern, die mit der Stellung dieser Macht nicht übereinstimmt, gilt als Landesverrat“, sagte Simonjan.

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass der OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien, Harlem Désir, seine Enttäuschung über die Entscheidung des ukrainischen Gerichts geäußert hatte, das zum dritten Mal die Untersuchungshaft von Kirill Wyschinski verlängert hat.

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    Am 1. November hatte ein Gericht in Cherson die Haftfrist für Wyschinski verlängert. Der Journalist wird demnach bis zum 28. Dezember in Haft bleiben.

    Wyschinski befindet sich schon mehr als 150 Tage in einem ukrainischen Gefängnis. Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte Kirill Wyschinski am 15. Mai vor seiner Wohnung in Kiew festgenommen und noch in der Nacht nach Cherson gebracht. Dem Journalisten werden Landesverrat und Unterstützung für die selbsterklärten Republiken der Donbass-Region zur Last gelegt. Bei einer Verurteilung drohen Wyschinski bis zu 15 Jahre Haft.

    Der Kreml hat die Handlungen der Ukraine entschieden verurteilt und Antwortmaßnahmen versprochen. Moskau richtete eine Protestnote mit der Forderung an Kiew, die Gewalt gegen Medienvertreter einzustellen.

    • Unterstützungsaktion für Kirill Wyschinski vor der ukrainischen Botschaft in Moskau, der 2. November 2018
      Unterstützungsaktion für Kirill Wyschinski vor der ukrainischen Botschaft in Moskau, der 2. November 2018
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    • Die RT- und Sputnik-Chefredakteurin, Margarita Simonjan, und der Chef der russischen Medienagentur „Rossiya Segodnya“, Dmitri Kisseljow, bei der Unterstützungsaktion für Kirill Wyschinski vor der ukrainischen Botschaft in Moskau, der 2. November 2018
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    Journalismus, Verhaftung, Haft, Journalist, Meinungsfreiheit, Gericht, Journalisten, Pressefreiheit, RIA Novost Ukraine, RIA Novosti Ukraina, Kirill Wyschinski, Margarita Simonjan, Dmitri Kisseljow, Russland, Ukraine