00:03 13 November 2018
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    „Wollen mitmischen“: Experte zu ukrainischen Schießübungen an Krim-Grenze

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    Die Ukraine hat eine Raketenschießübung unweit der Grenze der Krim durchgeführt. Der Experte des russischen Zentrums für militärpolitische Journalistik, Boris Roschin, äußerte sich in einem Interview für Radio Sputnik über die Ziele dieser Übung.

    Wie das Kommando der ukrainischen Luftabwehrtruppen neulich auf Facebook mitteilte, haben auf dem Übungsplatz „Jagorlyk“ im Gebiet Cherson Übungen von Fla-Raketen-Abteilungen stattgefunden, wobei Raketen der Typen S-300PS, S-300PT „Buk-M1“ sowie S-125M1 und „Ossa“ AKM2 getestet worden seien.

    Zuvor hatte der Sprecher der Luftabwehrtruppen, Dmitri Strutinski, versprochen, dass die Übungen der lenkbaren Raketen im Gebiet Cherson, das an die Krim grenzt, am 1. November beginnen und bis zum 4. November dauern würden. In diesem Zusammenhang müsste nach seinen Worten der Luftraum über dem Schwarzen Meer gesperrt werden.

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    Kiew beteuert, im Laufe der Schießübungen alle Völkerrechtsnormen einzuhalten. Es wurde beispielsweise der „gefährliche Raum“ im nordwestlichen Teil des Schwarzen Meeres bestimmt, so dass alle möglichen Gefahren so gut wie ausgeschlossen seien.

    Der Experte des russischen Zentrums für militärpolitische Journalistik, Boris Roschin, sagte zu den Zielen, die Kiew dabei verfolgt:

    „Diese Übungen finden schon nicht zum ersten Mal statt. Ursprünglich sollten sie überhaupt im russischen Luftraum durchgeführt werden. Aber nach der Warnung des russischen Verteidigungsministeriums musste die Ukraine auf Raketenstarts in den russischen Luftraum verzichten. Offiziell soll die Schießübung zur Förderung der Einsatzbereitschaft der ukrainischen Luftabwehrkräfte beitragen, und zwar im Kontext der Politik Kiews zur Abwehr der angeblichen ‚russischen Gefahr‘. Was die wahren Ziele angeht, so geht es um die Aufrechterhaltung der militaristischen Tagesordnung im Vorfeld der Präsidentschaftswahl, bei der Präsident Petro Poroschenko auf den Konflikt im Donezbecken und auf die Militarisierung des an die Krim grenzenden Territoriums setzt. Zudem ist das eine Art ‚Knicks‘ an den Westen, der viele Übungen unweit der russischen Grenzen durchführt. Die Ukraine will da mitmischen und zeigen, dass sie Washingtons Politik unterstützt. Also werden dabei tatsächlich gewisse Ziele verfolgt, die aber eher zum Informations- bzw. Propaganda-Bereich gehören, aber keinen wirklich militärischen Charakter haben. Denn die Fähigkeiten der ukrainischen Raketensysteme sind ziemlich begrenzt.“

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    Tags:
    Raketenkomplex, Vorbereitungen, Übungen, Armee, Krim, Ukraine