10:05 17 November 2018
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    Russlands Präsident Wladimir Putin (l.) und Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Ukrainischer Journalist wirft Merkel „Verrat“ nach deren Händedruck mit Putin vor

    © Sputnik / Alexej Druschinin
    Politik
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    Der ukrainische Journalist Dmitri Gordon hat Bundeskanzlerin Angela Merkel „Verrat“ an der Ukraine vorgeworfen, weil sie Russlands Präsident Wladimir Putin die Hand gedrückt und dabei gelächelt hatte. Dem TV-Moderator kommt nicht zupasse, dass europäische Spitzenpolitiker Kontakte zu ihrem russischen Kollegen unterhalten.

    „Ich habe eine Frage an Frau Merkel und Herrn Macron: Was hat es mit allgemeinmenschlichen Prinzipien zu tun, wenn sie mit Putin stehen, wenn sie zu ihm nach Sotschi oder St. Petersburg kommen oder wenn sie ihn bei sich empfangen?“, erklärte Gordon im TV-Kanal 112 Ukraine.

    Er empfinde unangenehme Gefühle, wenn er sehe, „wie Frau Merkel Putin an der Hand halte. Auch Merkels Lächeln an die Adresse Putins stufte Gordon als unannehmbar ein, weil „derartige Handlungen einen Verrat an der Ukraine bedeuten“.

    Ähnliche Vorwürfe gegen Merkel hatte zuvor Julian Repke von der „Bild“-Zeitung erhoben. Er zweifele daran, ob die Kanzlerin berechtigt sei, sich derart freundlich gegenüber Putin zu verhalten.

    Mehr zum Thema: Blumen von Putin und Tratsch mit Poroschenko: Merkel braucht keinen Krieg in der Nähe

    Im Mai hatte die „Bild“-Zeitung Putin kritisiert, weil er Merkel einen Blumenstrauß geschenkt hatte. Das sei eine beleidigende Tat gewesen, schrieb das Blatt. Dagegen gilt in Russland das Schenken von Blumen an eine Frau als Zeichen von anständigem Benehmen.

     

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    Tags:
    Journalist, Verrat, Kritik, Blumen, Händedruck, Wladimir Putin, Dmitri Gordon, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Frankreich, Russland, Deutschland, Ukraine