04:54 28 Oktober 2020
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    Die in Rumänien und Polen stationierten Raketenabwehrkomplexe können relativ schnell zu Angriffssystemen umgewandelt werden. Das teilt das Forschungsinstitut der US-Fliegerkräfte unter Berufung auf Ex-Pentagon-Experten Abraham Denmark vom Wilson Centre.

    Die zu einem Angriff präparierten Raketenabwehrkomplexe in Rumänien und Polen sowie see- und luftgestützte NATO-Raketen würden für Russland erhebliche Probleme bei der Abwehr möglicher Attacken aus Europa schaffen, sagte Denmark. Zugleich gab er zu, dass die Bestückung der Raketenabwehrkomplexe mit Marschflugkörpern wie Tomahawk, die eine Reichweite von 2.500 Kilometern haben, gegen den INF-Vertrag über die Vernichtung von Kurz- und Mittelstreckenraketen verstoßen würde.

    Im Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem INF-Vertrag angekündigt mit der Begründung, dass Russland seine Bestimmungen nicht einhält. Washington wirft Moskau unter anderem vor, die technischen und taktischen Charakteristika der Rakete 9M729 für Iskander-Komplexe zu verheimlichen.

    Diese Rakete ist die bodengestützte Variante der seegestützten Rakete Kalibr-NK, die eine Reichweite von bis zu 1.400 Kilometern hat. Russland behauptet, dass die 9M729-Rakete höchstens 500 Kilometer weit fliegen kann und somit nicht gegen den INF-Vertrag verstößt.

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    Tags:
    Angriff, Raketenabwehr, Woodrow Wilson Center, Abraham Denmark, USA, Russland