09:03 16 November 2018
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    Flüchtlinge in al-Rukban warten auf die Ausgabe von Nahrungsmitteln (Archivbild)

    Russische Soldaten bewachen UN-Hilfskonvoi für Flüchtlingslager al-Rukban in Syrien

    © AP Photo / STR/ Caption Writer: SM
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    Die russische Militärpolizei hat laut dem russischen Zentrum für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien einen UN-Hilfskonvoi begleitet, der von Damaskus zum Flüchtlingslager al-Rukban an der syrisch-jordanischen Grenze nahe der US-Militärbasis al-Tanf gefahren ist.

    „Wir unsererseits haben alle Aufgaben erfüllt, um die Sicherheit des humanitären Konvois zu gewährleisten", sagte der Sprecher des Versöhnungszentrums Wladimir Sawtschenko vor Journalisten.

    Laut Sawtschenko begleiteten russische Militärs den humanitären Konvoi bis zur 55 Kilometer breiten Sicherheitszone um den US-MIlitärstützpunkt in at-Tanf. Zwei Hubschrauber Mi-8AMTSch und ein Mi-24-Helikopter hatten die Sicherheit der Kraftwagenkolonne von der Luft aus gewährleistet.

    Zuvor hatte der leitende Sicherheitsberater der Vereinten Nationen in Syrien, Robert Marinovic, die russischen Streitkräfte in Syrien um Beistand bei der Bewachung des UN-Hilfskonvois gebeten.

    Der Hilfskonvoi bestand aus mehr als 100 Fahrzeugen, unter anderem aus gepanzerten Fahrzeugen, Lastwagen sowie Rettungswagen. Nach UN-Angaben beförderten sie 450 Tonnen Güter, unter anderem Lebensmittel, Medikamente und Bedarfsgüter.

    Zuvor hatte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow geäußert, dass die USA die humanitäre Katastrophe in at-Tanf mehrere Jahre künstlich fördern würden, um Migranten aus dem Flüchtlingslager al-Rukban für die von ihnen kontrollierten Milizen anzuwerben. Diese Milizen würden regelmäßig für Sabotageakte gegen die syrische Armee und syrische Behörden in den Nachbarregionen eingesetzt.

    Laut Konaschenkow hatten Damaskus und Moskau Washington mehrmals um Beistand gebeten, um den Flüchtlingen im Lager al-Rukban Hilfe zu leisten. In diesem Zusammenhang seien einige Treffen mit UN-Mitarbeitern sowie US-Vertreten durchgeführt worden. Alle Voraussetzungen seien geschaffen worden, um am 27. Oktober einen humanitären Konvoi zu schicken. Allerdings sei die Aktion wegen der Angriffsgefahr in der von den USA kontrollierten Zone vereitelt worden.

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    Tags:
    humanitäre Katastrophe, UN-Hilfskonvoi, Hilfskonvoi, Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager, US-Militärstützpunkt, US-Militärbasis, Uno, Rukban, al-Rukban, At-Tanf, USA, Russland, Syrien