09:22 16 November 2018
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    Stadt Sewastopol auf der Krim

    Krim: Von Verlust und Merkel-Schuld kann keine Rede sein

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    Politik
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    Der Abgeordnete des Staatsrates der Krim Wladislaw Ganshara hat die Behauptung des ukrainischen Abgeordneten Juri Tschischmar kommentiert, der Angela Merkel die Verantwortung für den Verlust der Halbinsel Krim zugeschoben hatte.

    „In der Ukraine wird weiterhin außerhalb des Landes nach Schuldigen an allen Problemen gesucht. Und das trotz der Tatsache, dass all diese verheerenden Prozesse in diesem Staat heute — in Bezug auf die territoriale Einheit, die Wirtschaft und die soziale Komponente — seiner Zeit die Vertreter der verschiedenen radikalen ukrainischen Bewegungen gestartet hatten”, hieß es im Kommentar von Ganshara.

    Zudem äußerte er die Auffassung, dass die Krim auf jeden Fall, früher oder später, mit Russland wieder vereint worden wäre, weil, „der Wunsch der Einwohner der Krim immer darin bestand, nach Hause zurückzukehren”.

    Er hat außerdem nicht ausgeschlossen, dass sich hinter diesen Behauptungen die Hoffnung der ukrainischen Seite verbergen könnte, zusätzliches Geld von Deutschland zu bekommen.

    „Das ukrainische Regime liebt es, alle um Entschädigungen zu bitten. Gegenwärtig muss wahrscheinlich die gesamte Welt Kiew entschädigen.  Für sie sieht die Situation leider anders aus. Ihnen wird Geld vom IWF zugeteilt, wobei diese Vereinbarungen und Kredite die Ukraine mehr und mehr knechten”, betonte Ganshara.

    Zuvor hatte der Abgeordnete der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) Juri Tschischmar die deutsche Kanzlerin Angela Merkel des Verlustes der Krim und der aktuellen Donbass-Situation beschuldigt.

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    Auf Grund des Staatsstreichs im Februar 2014 in Kiew hatten die Behörden der Krim im März 2014 ein Referendum abgehalten,  bei dem 96,77 Prozent der Bewohner der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol für den Beitritt zum Staatsbestand Russlands stimmten. Daraufhin sind die Halbinsel Krim und die Stadt Sewastopol der Russischen Föderation beigetreten.

    Im April 2014 hatte die ukrainische Regierung Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den Staatsstreich in Kiew ebenfalls nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Für die Regelung der Situation im Donbass sind bereits drei Dokumente angenommen worden, die Maßnahmen zur Deeskalation festlegen. Trotzdem konnte in dieser Region noch kein Frieden hergestellt werden.

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    Tags:
    Parlament, Rada, Ukrainer, Ukraine-Krise, Ukraine, Internationaler Währungsfonds (IWF), Donezker Volksrepublik, Lugansker Volksrepublik, Krim-Regierung, Werchowna Rada, Angela Merkel, Juri Tschischmar, Wladislaw Ganshara, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Krim, Russland, Ukraine