22:40 17 November 2018
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    Pentagon (Symbolbild)

    Pentagon mit düsterer Prognose für Russlands Militär

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    Politik
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    Russland wird in den kommenden Jahren sein Bedrohungspotential nicht aufrechterhalten können. Davon geht Joseph Dunford, Chef des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte (Joint Chiefs of Staff), aus. In den Jahren 2025 bis 2035 wird von China seiner Meinung nach eine größere Gefahr ausgehen.

    „Wenn wir in die Ferne  schauen und über den Zeitraum von 2025 bis 2035 reden – das ist der Maßstab, nach dem wir eigene Fähigkeit bewerten, unsere Funktionen zu erfüllen –  so werden wir in der Lage sein, größere Möglichkeiten als China und womöglich auch als Russland zu erreichen, das wohl kaum in gleichem Umfang dasselbe wird machen können, was es derzeit macht. Dort gehen die demografischen sowie die wirtschaftlichen Kennwerte nach unten. Und ich glaube nicht, dass Russland in den Jahren von 2025 bis 2035 die gleiche bedeutende Bedrohung wie China darstellen wird“, sagte Dunford während seines Auftritts in der Duke University, der auf der Pentagon-Website übertragen wurde.   

    Ihm zufolge hat China mehr Möglichkeiten, seine Stärke zu verbessern: „Meines Erachtens werden sie das fortsetzen, was sie in den letzten Jahren hinsichtlich des Ausbaus ihrer militärischen Stärke gemacht haben… Ich glaube, im Laufe der nächsten 20 bzw. 30 Jahre muss China als eine Bedrohung betrachtet werden, an der wir uns orientieren sollen“, fügte Dunford hinzu.    

    Im September hatte der US-Verteidigungsminister James Mattis die Nuklearwaffen Russlands als primäre ausländische Bedrohung für sein Land bezeichnet.

    Zuvor hatte das Pentagon die Atomdoktrin der USA veröffentlicht, in der der Entwicklung der russischen Atomwaffen eine große Aufmerksamkeit geschenkt wurde. In dem Dokument hieß es, dass Washington auch weiter in den Ausbau der nuklearen Sprengköpfe geringer Sprengkraft investieren und die Elemente der nuklearen Triade (die Interkontinentalraketen,  die strategischen U-Boote und die Kampfflugzeuge) modernisieren werde.   

    Westliche Politiker äußern sich regelmäßig zu der „russischen Bedrohung“ – am häufigsten Vertreter baltischer Länder und Polens. Dabei habe Moskau mehrfach betont, dass Russland niemals irgendein Nato-Land angreifen wird. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow wisse die Nato das genau, stationiere aber weiter Technik und Bataillone nahe den russischen Grenzen.     

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    Tags:
    Pentagon, James Mattis, Joseph Dunford, China, Russland