23:18 17 November 2018
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    Mehrheit russischer Großunternehmen vor US-Sanktionen in Sorge

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    Politik
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    86 Prozent der russischen Großunternehmen befürchten laut einer neuen Umfrage, unter US-Sanktionen zu fallen. Die befragten Firmen haben angegeben, die Folgen der Strafmaßnehmen vom vergangenen April zu spüren bekommen zu haben.

    Die Umfrage wurde vom Institut Adizes durchgeführt, deren Resultate wurden von „RBC Daily“ veröffentlicht. Mehr als eintausend Geschäftsführer und Top-Manager der größten russischen Unternehmen wurden dabei befragt. Der Großteil dieser Firmen (38 Prozent) ist in der Industrie tätigt, der Rest im Bauwesen (17 Prozent), im Verkehrswesen (16 Prozent) und anderen Bereichen.

    Lediglich 14 Prozent der Unternehmen gaben an, keine Angst vor den US-Einschränkungsmaßnahmen zu haben. 35 Prozent der Befragten sagten, dass die US-Einschränkungen die Lieferungen von Waren und Technologien nach Russland beeinträchtigen würden.

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    Alle Teilnehmer der Erhebung haben nach eigenen Angaben die Folgen der im vergangenen April beschlossenen US-Sanktionen gespürt: 95 Prozent wurden durch die Schwankungen des Rubels und durch die Instabilität der Finanzmärkte betroffen. Doch dies ist laut dem Vize-Direktor des Entwicklungszentrums der Wirtschaftshochschule in Moskau, Valeri Mironow, der am wenigsten bedrohliche Faktor:

    „Eine Katastrophe wird es wegen des schwachen Rubels nicht geben. Die russische Zentralbank verfügt über ziemlich große Goldreserven, und sollten die Schwankungen den Durchschnitt der letzten Jahre übersteigen, so kann die Zentralbank eingreifen.“

    Die restlichen fünf Prozent wiesen darauf hin, dass ihre Konkurrenten von Sanktionen betroffen worden seien.

    Dabei rechnen alle befragten Großunternehmen mit der Verschärfung der Sanktionen. Keiner zweifelte daran, dass diese später noch erweitert werden.

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    Tags:
    Geschäft, Unternehmen, Verluste, Sanktionen, EU, USA, Russland