23:12 19 November 2018
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    Wladimir Putin und Donald Trump bei gemeinsamer Pressekonferenz in Helsinki

    Treffen zwischen Putin und Trump geplatzt – wegen Macron?

    © Sputnik / Aleksey Nikolsky
    Politik
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    Eine gut unterrichtete Quelle aus europäischen diplomatischen Kreisen hat am Dienstag gegenüber der Zeitung „Kommersant“ erklärt, warum ein „vollwertiges Treffen“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump in Paris nicht stattfinden wird.

    Der französische Staatschef Emmanuel Macron soll dagegen aufgetreten sein. Seine Bitte begründete Macron laut der Quelle damit, dass der russisch-amerikanische Gipfel die Aufmerksamkeit von den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris ablenken würde.

    „Alles ist prosaisch gewesen: Emmanuel Macron hat Moskau und Washington darum gebeten, in Paris keine Vollformat-Verhandlungen durchzuführen, damit sie die vom Élysée-Palast vorbereiteten Veranstaltungen und Treffen nicht ‚überschatten‘. Gerade so wurde dies buchstäblich formuliert. Man sollte glauben, dass man sich im Jahr 2018 schwer vorstellen kann, dass der Stil des ‚Sonnenkönigs' noch am Leben ist. Wie man sagt, ‚C'est La Vie‘“, sagte die Quelle.     

    US-Präsident Donald Trump
    © REUTERS / Jonathan Ernst
    Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump sollen am 11. November zu den Feierlichkeiten anlässlich des 100. Jahrestages des Endes des Ersten Weltkriegs nach Paris kommen. Am Rande der Feierlichkeiten waren ihre vollwertigen Verhandlungen geplant.

    Dennoch hatte US-Präsident Donald Trump am Montag daran gezweifelt, dass er sich mit dem russischen Amtskollegen Wladimir Putin wie vereinbart am 11. November in Paris wird treffen können.

    Dabei bestätigte er, dass beide Präsidenten wie geplant beim G20-Gipfel Ende November in Argentinien zusammentreffen werden. Auch danach könnte es „viele weitere Treffen“ mit Putin geben.

    Das Treffen in der französischen Hauptstadt war Ende Oktober während des Moskau-Besuchs von Trumps Sicherheitsberater John Bolton vereinbart worden.

    Der Kreml hält an dem Termin in Paris weiter fest. Putin und Trump werden in Paris „unbedingt zusammentreffen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. Er räumte jedoch ein, dass die Begegnung kürzer als geplant sein werde.

    „Die Umstände haben sich etwas verändert“, sagte Peskow. „Das multilaterale Format der Veranstaltungen zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges macht ein substantielles Treffen beider Präsidenten nicht möglich.“

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    Tags:
    Treffen, Erster Weltkrieg, Élysée-Palast, G20, Kommersant, John Bolton, Dmitri Peskow, Emmanuel Macron, Donald Trump, Wladimir Putin, Argentinien, Frankreich, USA, Russland