05:24 15 November 2018
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    Premierminister Dmitri Medwedew

    Medwedew vergleicht US-Sanktionen mit Zeitbombe

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    Politik
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    Die von den USA verhängen Sanktionen gegen andere Länder sind laut dem russischen Premierminister, Dmitri Medwedew, ausschließlich darauf gerichtet, die eigenen innenpolitischen Aufgaben zu lösen. Darüber berichten die Medien am Mittwoch, dem 7. November.

    „Heute fanden dort Wahlen (zum Kongress der USA) mit bestimmten Ergebnissen statt, die natürlich verschieden betrachtet werden können, doch dies ist eine interne, amerikanische Angelegenheit. Es ist aber offensichtlich, dass allerlei Sanktionen, die Diskussionen über die Sanktionen gegen den Iran, über die Sanktionen gegen Russland, über die Einschränkungen bei Lieferungen und über die Einführung von Zöllen gegen die EU, gegen China dazu unternommen werden, um die innenpolitischen Aufgaben zu lösen“, sagte Medwedew.

    Eine derartige Politik zerrüttet ihm zufolge das internationale Regime. „Zurzeit ist im Grunde genommen eine tickende Zeitbombe unter die Welthandelsorganisation (WTO) gelegt worden“, ergänzte der Premier.

    Medwedew versicherte, dass die Regierung die russischen Unternehmen, die unter die neuen US-Sanktionen geraten würden, unterstützen werde.
    Bei den Zwischenwahlen in den USA sind am 6. November 2018 vollständig das Unterhaus des Kongresses und 35 von den 100 Senatoren neu gewählt worden. Zudem wurden 39 Gouverneure der US-Bundesstaaten und Territorien neu gewählt. Zurzeit haben bei den Wahlen in den Senat die Republikaner einen Vorsprung (sie nehmen 51 Sitze ein). Die Demokratische Partei hat zum ersten Mal während der vergangenen acht Jahre die Mehrheit im Unterhaus des Kongresses gewonnen.

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    Tags:
    US-Wahlen, Zeitbombe, US-Sanktionen, Republikanische Partei der USA, Demokratische Partei der USA, WTO, EU, US-Senat, US-Kongress, Dmitri Medwedew, China, EU, Iran, USA, Russland