06:18 19 November 2018
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    Maria Sacharowa, amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums

    Moskau: Mit US-Ultimaten ist Russland nicht kleinzukriegen

    © Sputnik / Vitali Beloussov
    Politik
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    Die USA haben in den letzten Jahren 62 Mal Sanktionen gegen Russland verhängt. Es ist jedoch unmöglich, Moskau mit diesen Ultimaten einzuschüchtern. Das hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf ihrer wöchentlichen Pressekonferenz erklärt.

    „Seit 2011 haben die USA gegen Russland schon 62 Mal verschiedene Einschränkungen und Verbote verhängt. Die Zeit läuft, die Anlässe finden sich. Uns ist klar, dass auch andere (Strafmaßnahmen) folgen können, die mit ähnlicher Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit wie früher angewandt werden“, so Sacharowa.         

    „Selbstverständlich ist es einfach unmöglich, Russland mit den Ultimaten einzuschüchtern. Erschreckend ist dabei jedoch das Niveau der Professionalität der amerikanischen Akteure, die solche Erklärungen abgeben“, fuhr sie fort. 

    Zuvor hatte der Vertreter des US-Außenministeriums, Robert Palladino, den Kongress darüber in Kenntnis gesetzt, dass Russland den vom US-Gesetz über die Kontrolle über chemische und biologische Waffen vorgesehenen Forderungen nicht nachgekommen sei. Ihm zufolge beobachtet Washington derzeit die mögliche Auswirkung der neuen gegen Russland verhängten Sanktionen. Zudem würden auch Beratungen zu diesem Thema mit dem US-Kongress abgehalten.  

    Die neuen US-Sanktionen gegen Russland sind am 27. August in Kraft getreten. Anlass dafür war der angebliche C-Waffen-Anschlag auf den ehemaligen russischen Geheimdienstoffizier und Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter Julia im britischen Salisbury. Den Einschränkungen sei ein US-Gesetz über die Kontrolle über chemische und biologische Waffen aus dem Jahr 1991zugrunde gelegt worden.

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    Nachdem die amerikanische Seite festgestellt hatte, dass Russland keine von Washington im Fall Skripal verlangten Beweise vorgelegt hatte, wird gemäß dem erwähnten Gesetz über die Kontrolle über chemische und biologische Waffen nun das zweite Sanktionspaket in Kraft gesetzt.  

    Die Vergiftung der Skripals vom 4. März hatte einen großen internationalen Skandal provoziert. London behauptet, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 vergiftet worden, und wirft Moskau vor, in das Attentat verwickelt zu sein, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft gewesen sein soll. Moskau dementiert das kategorisch.

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    Sanktionen, C-Waffen, US-Außenministerium, Julia Skripal, Sergej Skripal, Maria Sacharowa, Russland, Salisbury