06:30 19 November 2018
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    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (Archiv)

    Jean-Claude Juncker: „Kein EU-Land wird der G7 angehören“

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    EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker rechnet damit, dass die europäische Wirtschaft in absehbarer Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren wird. In 30 Jahren wird laut seiner Vision kein EU-Staat mehr der G7, dem Zusammenschluss der bedeutendsten Industrienationen der Welt, angehören.

    Der Anteil der EU am Welt-Bruttoinlandsprodukt, das heute noch bei 22 bis 23 Prozent liege, werde bis 2038 auf höchstens 17 Prozent sinken, sagte Juncker am Donnerstag in Helsinki.

    „Und in 30 Jahren wird kein EU-Land mehr bei der G7 sein.“

    Dementsprechend werde auch Europas wirtschaftlicher Einfluss schwinden, so der Kommissionschef weiter. Um dagegen anzukämpfen, müssten sich die Staaten der Europäischen Union enger zusammenschließen.

    Der G7 gehörten derzeit neben den USA, Japan und Kanada vier EU-Länder an: Deutschland, Frankreich, Großbritannien (will 2019 aus der EU austreten) und Italien. Zum Gründungszeitpunkt der G7 im Jahr 1975 waren es die bedeutendsten Industrienationen der Welt. Die wichtigsten Schwellenländer, darunter die zweitgrößte Volkswirtschaft China, sind außenhalb der G7.

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    Europäische Union, G7, Jean-Claude Juncker, EU, Italien, Deutschland, Frankreich