03:09 17 November 2018
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    Fla-Raketenkomplex S-300 (Archiv)

    Deshalb lieferte Moskau S-300 an Syrien – russischer Botschafter

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    Der russische Botschafter in Tel Aviv Anatoli Wiktorow hat in einem Interview mit der Zeitung „Times of Israel“ das Ziel der Lieferung von S-300-Flugabwehrraketensystemen an Syrien genannt.

    Am 24. September hatte Verteidigungsminister Sergej Schoigu erhöhte Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der russischen Soldaten in Syrien angekündigt. Darunter sei auch die Übergabe eines Flugabwehrraketensystems vom Typ S-300 an Syrien, die innerhalb von zwei Wochen erfolgen soll. 2013 habe Russland die S-300-Lieferungen nach Syrien auf Bitte Israels eingestellt, sagte Schoigu. Nun habe sich die Lage geändert, und die Verantwortung dafür liege nicht bei Russland.

    Die Ankündigung folgte einem Absturz des russischen Flugzeugs vom Typ Il-20, für den Russland Israel verantwortlich machte.

    Wiktorow bezeichnete das Unglück der russischen Il-20-Maschine über Syrien als einen „sehr ernsthaften Zwischenfall" und rief zur Vermeidung derartiger Vorfälle in der Zukunft auf.

    Die Lieferung der S-300-Flugabwehrsysteme sei keine „einseitige Bestrafung" Israels, betonte er. Moskau habe dies getan, „um das Leben unserer Militärs in Syrien zu schützen".

    Syrien hatte bereits 2010 einen Vertrag über die Lieferung von S-300-Systemen abgeschlossen. Als es zur Umsetzung kam, wurde der Deal jedoch annulliert. Im Mai 2018 bestätigte der israelische Ex-Verteidigungsminister Mosche Jaalon, dass Israel zur Vereitelung der Lieferung seine Kanäle einsetze.

    Israel hatte befürchtet, dass die neuen Flugabwehrraketen nicht nur den Spielraum der israelischen Luftwaffe einschränken, sondern auch die Kontrolle praktisch des gesamten israelischen Luftraums ermöglichen würden. Angesichts der „feindlichen" Präsenz iranischer Kräfte in Syrien sieht sich Tel Aviv berechtigt, im Nachbarland frei zu handeln.

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    Tags:
    Grund, Lieferung, S-300, Syrien, Israel, Russland