03:06 17 November 2018
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    Russisches Außenministerium

    Österreichs Spionagevorwürfe – Russisches Außenministerium reagiert

    © Sputnik / Natalia Seliwerstowa
    Politik
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    Wegen der Vorwürfe der angeblichen Spionage für Russland gegen einen Ex-Oberst der österreichischen Streitkräfte hat Moskau Protest bei Österreichs Botschafter eingelegt. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die am Freitag auf der offiziellen Seite des russischen Außenministeriums veröffentlicht wurde.

    Dem Amt zufolge wirken die Handlungen Wiens, das bevorzugte, den bestehenden Verdacht nicht mit Moskau über Dialog-Kanäle zu besprechen, „befremdend“. Stattdessen „griffen unsere österreichischen Partner zu einer Methode, die leider für viele westliche Länder zur Gewohnheit geworden ist: einem sensationellen Informationseinwurf in die Medien und einer öffentlichen Erklärungsforderung an uns.“

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    Die Handlungen Österreichs in diesem Fall basieren auf einem beweislosen Verdacht. Das Ministerium kommentierte auch das Einbestellen des österreichischen Botschafters am Freitag.

    „Wir machten den Botschafter auf die Erklärung der Bundesministerin für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich, Karin Kneissl, aufmerksam, dass, falls der Spionageverdacht bestätigt werde, dies die russisch-österreichischen Beziehungen schwerwiegend belasten werde. Wir betonten außerdem, dass die auf einem Verdacht ohne jegliche Beweise basierenden Schritte, die Wien unternommen hat, bereits zur Belastung unserer Beziehungen geführt haben, die bis vor kurzem eine positive Dynamik gezeigt hatten“.

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    Zuvor hatte die „Kronen Zeitung“ berichtet, dass in Österreich ein Ex-Oberst der österreichischen Streitkräfte festgenommen worden sei, der angeblich etwa 20 Jahre lang für Russland spioniert haben soll.

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    Tags:
    Botschafter, Spion, Spionage, Vertretung, diplomatische Krise, Diplomat, Politiker, Außenministerium, Karin Kneissl, Österreich, Russische Föderation, Russland