02:51 26 November 2020
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    Die Ermordung des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi hat eine schwere internationale politische Krise provoziert. Türkische Behörden beschäftigen sich mit den Ermittlungen. Laut dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat sein Land nun Tonaufnahmen zu diesem Fall an Partnerstaaten, darunter Deutschland, geschickt.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, erklärte Erdogan am Samstag, Deutschland, den USA, Frankreich, Großbritannien, Saudi-Arabien und Großbritannien entsprechende Tonaufnahmen zur Verfügung gestellt zu haben.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Fall Chaschukdschi: Ankara fordert von Riad Auslieferung von 18 Verdächtigen

    „Sie haben alle Gespräche darauf gehört. Sie wissen Bescheid“, sagte Erdogan.

    Ein deutscher Regierungssprecher bestätigte diese Erklärung laut Reuters nur indirekt. Es habe „hierzu einen nachrichtendienstlichen Austausch“ gegeben, zitiert die Nachrichtenagentur den Sprecher. Zu den genauen Inhalten der Aufnahmen wurden jedoch keine Details genannt.

    Erdogan hatte zuvor erklärt, bei der Ermordung des Journalisten handele es sich um eine Bluttat, die von höchster Stelle in Saudi-Arabien angeordnet worden sei, was die Regierung in Riad bestreitet.

    Nach früheren Angaben türkischer Regierungsvertreter besitzt die Regierung in Ankara mehrere Tonaufnahmen zum Fall Khashoggi, die Saudi-Arabien belasten würden. In einer davon sei gar der Prozess der Ermordung des Journalisten dokumentiert.

    >>Andere Sputnik-Artikel: Nach Mord an saudischen Journalisten: USA sorgen sich um Anti-Iran-Achse

    Nach anfänglichen Dementis hatte Saudi-Arabien letztlich zugegeben, dass Khashoggi von saudi-arabischen Sicherheitskräften getötet worden sei. Das Land steht seitdem unter schwerem internationalem Druck, was die Beziehungen zu wichtigen Partnern belastet – darunter auch die USA und Deutschland.

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    Tags:
    Ermordung, Recep Tayyip Erdogan, Dschamal Chaschukdschi, Saudi-Arabien, Deutschland, Türkei