06:00 11 Dezember 2018
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    Nato-Logo im Hauptquartier in Brüssel

    INF-Streit: Nato will keine Stationierung neuer Atomraketen in Europa

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    Politik
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    Die Nato plant laut der Allianz-Sprecherin Oana Lungescu nicht, neue Atomraketen in Europa zu stationieren.

    „Die Nato beabsichtigt nicht, neue Nuklearraketen in Europa einzusetzen. Als Bündnis bekennen wir uns zur Sicherheit und zum Schutz aller Verbündeten. Wir fordern Russland auf, die Einhaltung (des Abkommens zum Verbot von Kurz- und Mittelstreckenraketen – Anm. d. Red) sicherzustellen und zu einem konstruktiven Dialog mit den USA über den INF-Vertrag zurückzukehren“, zitierte Lungescu den Nato- Generalsekretär Jens Stoltenberg in einem Twitter-Beitrag.

    Am 20. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) angekündigt. Der INF-Vertrag war 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Mit dem Vertag hatten sich die Parteien verpflichtet, alle Flugkörper mittlerer und kürzerer Reichweite (von 500 bis 5500 Kilometer) zu vernichten. In den letzten Jahren hatten Moskau und Washington einander mehrmals vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Kurz vor Ankündigung des INF-Austritts: Washington übergab Moskau Liste der Vorwürfe<<<

    Moskau verwies unter anderem darauf, dass die USA in Rumänien und in Polen Anlagen stationieren, mit denen Marschflugkörper des Typs Tomahawk gestartet werden können. Zudem machte Russland darauf aufmerksam, dass die USA Kampfdrohnen entwickeln und Forschungsarbeiten zur Entwicklung von bodengestützten Marschflugkörper finanzieren.

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    Tags:
    INF, Streit, Stationierung, Raketen, NATO, Europa