15:49 17 Dezember 2018
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    Auftritt von Martin Schulz beim SPD-Parteitag 2017 in Berlin

    #unfollowme-Tweet kostet Martin Schulz Tausende von Followern

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Politik
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    Es sollte ein Tweet zur Erinnerung an die Reichspogromnacht werden und ein Zeichen gegen neonazistisches Gedankengut in der Gegenwart. Doch Tausende von Twitter-Usern haben die Botschaft von Martin Schulz offenbar zu wörtlich genommen.

    In der SPD ist er kaum noch im Rampenlicht zu sehen, doch auf Twitter ist der kurzzeitige Superstar der Sozialdemokraten noch immer der Größte: Die Rede ist von Martin Schulz. Der einstige Hoffnungsträger, der seiner Partei mit seinem Schulzzug zum Wahlerfolg verhelfen sollte, führt – trotz relativ verhaltener Aktivität —  nach wie vor die Beliebtheitsliste unter den Bundestagsabgeordneten an. Doch nun scheint Schulz sich selbst mit einem Tweet ein Bein gestellt zu haben.

    Am 9. November, als sich unsere Politiker parteienübergreifend darin überboten, an die Reichspogromnacht zu erinnern, richtete sich Martin Schulz mit folgender Botschaft an seine Gefolgschaft: „Mit Neo-Nazis marschiert man nicht. Wer das nicht begreift, sollte mich entfolgen.“

    ​Grundsätzlich ist der Zusammenhang mit den historischen Ereignissen vom 9. November 1938 nachvollziehbar und dass Schulz den #unfollowme-Trend aufgegriffen hat, haben die User auf Twitter durchaus honoriert. Mit 3,3 Tausend Likes, 633 Retweets und 475 Kommentaren ist die Botschaft des ehemaligen SPD-Spitzenkandidaten ein überaus erfolgreicher Tweet geworden.

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    Follower-Zahl bei den Accounts von Martin Schulz

    Doch manche User haben Schulz offenbar zu wörtlich genommen: Innerhalb von nur einem Tag verlor er nach dem Tweet etwa 8000 Follower, in den folgenden Tagen noch weitere. Waren es am 1. November noch 707.831 User, die Schulz bei Twitter gefolgt sind, sind es aktuell nur noch 695.749. Damit liegt der SPD-Politiker jetzt noch unter dem Wert, den er am 1. Oktober hatte, hat also in wenigen Tagen mehr Follower verloren als er in über einem Monat hinzugewonnen hatte. Ob das so beabsichtigt war?

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    Tags:
    Followers, Soziale Medien, Verlust, Neonazis, Kritik, Instagram, Facebook, Twitter, SPD, Martin Schulz, Deutschland