11:48 10 Dezember 2018
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    Mitarbeiter der Gaspipeline Nord Stream (Archivbild)Angela Merkel während ihrer Rede im EU-Parlament am 13. November 2018

    "Wir haben auch Interessen": Merkel verteidigt russisches Gas und Nord Stream 2

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    Deutschland wird in Zukunft mehr auf Klimaschutz setzen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag vor dem Europaparlament. Heute wird Europa sich im Gasbereich jedoch nicht unabhängig machen können und ist auf Lieferungen aus Russland angewiesen.

    Merkel wies darauf hin, dass Deutschland ein Staat mit über 80 Millionen Einwohnern ist.

    "Wir haben auch Interessen und stimmen nicht immer mit allem überein", sagte sie. Es gebe Meinungsuterschiede zu Nord Stream 2. "Ich persönlich glaube, dass wir für die Gestaltung des Klimawandels mehr Gas benutzen werden, insbesondere in einem Land wie Deutschland, das in wenigen Jahren keinerlei Kernenergie haben wird", so Merkel.

    Mehr zum Thema >>> Merkel hält Rede zur Zukunft Europas im EU-Parlament

    "Wenn wir aus der Kohle aussteigen wollen, werden wir für eine Brückenzeit mehr Gas benutzen müssen. Das bedeutet, dass dieser Gasimport auch diversifiziert sein soll. Da werden wir Russland als Quelle nicht ausschließen."

    Die Kanzlerin betonte, dass sie sich sehr dafür einsetze, dass die Ukraine als Transitland nicht ausscheidet. "Aber ob das Gas über Nord Stream, über Turkish Stream oder die Ukraine kommt — es sind immer russische Gas-Moleküle. Und Europa wird sich nicht unabhängig machen können vom russischen Gas. Es kann seine Quellen aber diversifizieren."

    Deshalb werde Deutschland ein Terminal bauen.

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    Tags:
    Pipelinebau, LNG-Terminal, LNG, Gaspipeline, Gaslieferung, Turkish Stream, Nord Stream 2, EU-Parlament, Angela Merkel, Europa, Rostock, Deutschland, USA, Russland, Ukraine