13:00 14 Dezember 2018
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    Gas-Projekt Nord Stream 2

    „Zu weit fortgeschritten“: Experte zu möglichem Stopp von Nord Stream 2 durch USA

    © Foto: Nord Stream 2
    Politik
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    Der Leiter der analytischen Verwaltung des Fonds für nationale Energiesicherheit, Alexander Passetschnik, hat im Gespräch mit RT die Erklärung des US-Botschafters bei der Europäischen Union, Gordon Sondland, dass die USA über Instrumente zum Bremsen der Realisierung von Nord Stream 2 verfügen, kommentiert.

    Dabei bemerkte der Botschafter, dass die USA „diese noch nicht alle eingesetzt hätten“.

    „Trump besitzt eine Sanktionsoption, die Frage ist aber, ob es vernünftig sei, diese anzuwenden. ‚Nord Stream 2‘ ist bereits sehr weit fortgeschritten. Es sind bereits über 200 Kilometer im Meer verlegt worden. ‚Nord Stream 2‘ zu stoppen, ist selbst durch Sanktionen nicht mehr realistisch“, sagte er.

    Der Experte ist sich sicher, dass es in dieser Frage einen „politischen Moment“ gebe.

    „Wie wird Trump aussehen, wenn er Sanktionen gegen das bereits fertige Projekt verhängen wird? Seine gesamte Administration äußert natürlich diese Option. Es ist quasi eine „Mahnung an die Europäer“, damit sie fühlen, dass die Amerikaner in ihrer Aufmerksamkeit für diese Frage nicht nachlassen. Darin steckt mehr Propaganda als ein wahrer Effekt“, erklärte er.

    Zuvor hatte der US-Botschafter Gordon Sondland während seines Auftritts in Brüssel mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten über jene Mittel verfügen würden, um die Realisierung des Projekts Nord Stream 2 zu stoppen.

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    Tags:
    Gas-Projekt, stoppen, US-Sanktionen, Verwaltung des Fonds für nationale Energiesicherheit, Nord Stream 2, Alexander Passetschnik, Gordon Sondland, Brüssel, Europäische Union, USA