09:04 14 Dezember 2018
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    Hwasong-15 intercontinental ballistic missile

    Studie: Hält Pjöngjang doch am geheimen Atomprogramm fest?

    Korean Central News Agency
    Politik
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    In Nordkorea sind laut einer Studie der US-Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“ (CSIS) 13 geheime Raketenstützpunkte entdeckt worden.

    US-Experten vermuten laut Reuters, dass es in dem Land insgesamt 20 Stützpunkte gebe, die Pjöngjang bisher geheim gehalten habe. Trotz der mit den USA erzielten Vereinbarungen wird laut dem CSIS-Mitarbeiter Joseph Bermudez der betriebsbereite Zustand auf diesen Objekten unterhalten. Dort würden auch kleinere Aktivitäten zur Verbesserung der Infrastruktur vorgenommen.  

    Auf den Objekten gebe es zwar keine Abschussrampen, „jedoch können die Raketen im Notfall gestartet werden“,  zitiert Bermudez der britische Sender CNBC. Unter anderem sehe der Stützpunkt Sakkanmol, der sich unweit der Grenze zu Südkorea befinde, so aus, als ob er einsatzbereit und gut auf die Handlungen vorbereitet sei.     

    Die Stützpunkte würden in den weit entfernten Bergtälern liegen, so heißt es in der CSIS-Studie. Dort könnten sich ballistische Raketen unterschiedlicher Reichweite befinden, von denen die größte angeblich die USA erreichen könne.      

    Zuvor habe Pjöngjang die jetzt entdeckten Stützpunkte nicht offiziell erwähnt, so Reuters. Dabei sei den Experten zufolge die Erfassung aller nuklearen Anlagen ein wichtiger Teil des Programms zur Denuklearisierung.

    Am 12. November hatte die amerikanische Zeitung „The New York Times“ ein Satellitenbild veröffentlicht, das angeblich die Sakkanmol-Basis zeigen soll. Dem Blatt zufolge hatte die US-amerikanische Aufklärung 16 geheime Objekte auf dem Territorium Nordkoreas entdeckt. 

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    Am 12. Juni waren Donald Trump und Kim Jong-un in Singapur zum ersten Gipfeltreffen in der Geschichte der Länder zusammengekommen. Nach der Zusammenkunft unterzeichneten die beiden Seiten ein Dokument. Demzufolge bekannte sich die nordkoreanische Staatsführung seinerseits zu einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel.

    Danach hatte der Abbau des Testgeländes Sohae begonnen, auf dem die interkontinentalen ballistischen Raketen, unter anderem die Rakete vom Typ Hwasong-15, getestet wurden. Im Mai hatte Pjöngjang die Schließung des Atomtestgeländes Pungeri angekündigt. Jedoch würden die Angaben der US-amerikanischen Aufklärung davon zuegen, dass das Gelände funktionsfähig sei, und die Entscheidung über seine Schließung mühelos revidiert werden könne.    

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    Denuklearisierung, Stützpunkt, USA, Pjöngjang