18:10 25 Januar 2020
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    Der Chef des russischen Gasgiganten Gazprom, Alexej Miller, hat die jüngsten Drohungen des US-Botschafters bei der EU, Gordon Sondland, kommentiert, wonach die USA über Instrumente verfügen, die die Umsetzung des Gasprojektes Nord Stream 2 verhindern können.

    Am Dienstag erklärte Sondland wie folgt: „Wir haben noch nicht alle Instrumente eingesetzt, die das Projekt ernsthaft untergraben oder stoppen könnten.“ Wäre Europas Energieversorgung verletzlich, träfe das auch die USA, fügte er hinzu.

    Diese Aussagen kommentierte Miller nun gegenüber einem Reporter der russischen Zeitung „Kommersant“:

    „Sie sehen denn selbst: 200 Kilometer haben wir bereits gebaut. Und die übrigen werden wir fertigmachen.“

    Damit brachte Miller die Sicherheit zum Ausdruck, dass die Gaspipeline unter jeglichen Bedingungen fertiggebaut werde.

    Nord Stream 2

    Nord Stream 2 ist das Projekt für eine weitere Gaspipeline zwischen Russland und Deutschland, die auf dem Grund der Ostsee verlegt wird. Die Gesamtkapazität der Gasleitung soll etwa 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr erreichen. Der Betriebsstart der Pipeline ist für Ende 2019 geplant.

    Die Vereinigten Staaten widersetzen sich dem Projekt. Der russische Präsident Wladimir Putin teilte in diesem Zusammenhang mit, US-Präsident Donald Trump verfolge bei der Lieferung von Flüssiggas nach Europa amerikanische Geschäftsinteressen.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrerseits hat wiederholt erklärt, Berlin betrachte Nord Stream 2 als kommerziell, aber man werde seine Umsetzung mit der Aufrechterhaltung des russischen Gastransits durch die Ukraine verknüpfen.

    Die russische Seite hat ebenfalls darauf verwiesen, dass die Nord Stream-2-Pipeline absolut kommerziell und wettbewerbsfähig sei. Das Projekt beinhalte keineswegs ein Ende der Gaslieferungen durch die Ukraine in die EU.

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    Tags:
    Gasprojekt, Bau, Drohungen, Nord Stream, Gordon Sondland, Alexej Miller, USA, Russland