20:37 16 Dezember 2018
SNA Radio
    Dschamal Chaschukdschi

    Fall Chaschukdschi: Angebliche Mörder sollen gefährliche Dinge im Gepäck gehabt haben

    © AP Photo / Virginia Mayo
    Politik
    Zum Kurzlink
    4136

    Das Kommando aus Saudi-Arabien, das angeblich den oppositionellen saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi (Jamal Khashoggi) im Konsulat seines Landes in Istanbul getötet haben soll, soll potenziell gefährliche Gegenstände im Gepäck gehabt haben. Das berichtete die türkische Zeitung „Sabah“ am Mittwoch.

    Dabei berief sich das Blatt auf Scans von Röntgenbildern, die den Inhalt der Koffer zeigen sollen, mit denen die Saudis von Istanbul in ihre Heimat zurückgekehrt sein sollen. Zudem soll eine Aufnahme die Verwicklung des Kronprinzen in den Fall beweisen.

    Es soll sich demnach um Spritzen, Defibrillatoren, Funkgeräte, Tacker, Scheren, einen Störsender und zehn Telefone gehandelt haben.

    Zuvor hatte die Zeitung „Daily Mail“ unter Verweis auf die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, mitgeteilt, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wenige Stunden vor seinem Abflug nach Paris bestätigt habe, sein Land besitze nun Tonaufnahmen zum Fall Chaschukdschi und habe diese an Partnerstaaten, darunter Deutschland, geschickt.

    Der saudische Journalist Dschamal Chaschukdschi, der als Kolumnist für die US-Zeitung „The Washington Post" arbeitete und seit 2017 in den USA lebte, verschwand am 2. Oktober in der Türkei, nachdem er das Gebäude des saudi-arabischen Generalkonsulats in Istanbul betreten hatte. Am 20. Oktober bestätigte das Konsulat die Ermordung des oppositionellen Journalisten,  bestreitet aber, dass der Befehl dazu von Kronprinz Mohammed bin Salman gegeben worden sei.

    Die Staatsanwaltschaft von Istanbul gab am 31. Oktober neue Einzelheiten zum Mord am saudischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi bekannt. Chaschukdschi soll im Generalkonsulat Saudi-Arabiens in Istanbul erdrosselt und seine Leiche daraufhin zerstückelt und vernichtet worden sein.

    Chaschukdschi galt als Kritiker des saudischen Königshauses. Er kritisierte immer wieder die Politik des Kronprinzen Mohammed bin Salman, darunter die Militärintervention im Jemen und die Blockade gegen Katar.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Gegenstände, Gebäck, The Washington Post, Zeitung Sabah, Dschamal Chaschukdschi, Sarah Sanders, Recep Tayyip Erdogan, Deutschland, USA, Saudi-Arabien, Türkei