02:10 14 Dezember 2018
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    Angela Merkel

    Von „Endlich Bewegung“ bis „Kriegstreiberei“ – Abgeordnete zu Merkels EU-Armee

    © REUTERS / Pool/ Michael Sohn
    Politik
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    Ilona Pfeffer
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    Gespalten waren die Reaktionen auf die Rede von Angela Merkel vor dem EU-Parlament am Dienstag. Applaus mischte sich mit Buhrufen im Saal und auch die deutschen Bundestagsabgeordneten bewerten die Rede der Kanzlerin mit gemischten Gefühlen. Auf Twitter sorgt vor allem Merkels Plädoyer für eine europäische Armee für Diskussionsstoff.

    „Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen“, sagte Merkel. Dagegen hat FDP-Chef Christian Lindner grundsätzlich nichts einzuwenden, die wie so häufig eher vagen Formulierungen der Kanzlerin scheinen ihn aber nicht vollständig überzeugt zu haben.

    ​Rückhaltlose Begeisterung für neue militärische Optionen kommt hingegen von Merkels Parteikollegen Roderich Kiesewetter. Kiesewetter war bis 2009 Oberst im Generalstabsdienst der Bundeswehr und ist heute für seine Fraktion Obmann für Außenpolitik im Auswärtigen Ausschuss.

    ​Frieden geht anders, ist Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht überzeugt.

    ​Insgesamt zu unkonkret, lautet das Urteil von Karl Lauterbach (SPD) über Merkels Rede.

    ​Noch weiter geht AfD-Mann Goetz Frömming und nennt die Idee der Bundeskanzlerin „wahnsinnig“.

    ​Grünen-Politikerin Agnieszka Brugger spricht gar von einer “Scheindebatte” in Bezug auf die europäische Armee.

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    Tags:
    Militarismus, Kritik, PdL, EU-Armee, Die Grünen, CDU, Linkspartei, FDP, SPD, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Die LINKE-Partei, Götz Frömming, Karl Lauterbach, Roderich Kiesewetter, Agnieszka Brugger, Christian Lindner, Sahra Wagenknecht, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Deutschland