12:51 10 Dezember 2018
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    Tschechischer Premier Andrej Babis (Archivbild)

    „Mein Sohn war glücklich auf der Krim“: Tschechiens Premier machte Fotos publik

    © AP Photo / Petr David Josek
    Politik
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    Der tschechische Premier Andrej Babiš hat auf Facebook Fotos vom Aufenthalt seines Sohnes auf der Krim veröffentlicht und berichtet, dass sich sein Sohn auf der Schwarzmeer-Halbinsel erholt habe und dort glücklich gewesen sei. Somit wies Babiš die Vorwürfe zurück, wonach er seinen Sohn auf die Krim verschleppt haben soll.

    „Da habe ich einige Fotos unseres Sohnes Andrej, als er im vorigen Jahr auf der Krim war. Er war dort glücklich“, schrieb Babiš in seinem Facebook-Account.

    Zudem versicherte Babiš, er habe seinen Sohn nicht entführt und ihn wegen eines angeblichen Korruptionsskandals auch nicht auf der Krim festgehalten.

    „Mein Sohn ist psychisch krank. Er steht unter einer Medikation, deswegen muss er mit seiner Mutter in der Schweiz leben. Meine Tochter leidet ebenfalls an der bipolaren Störung. Niemand hat meinen Sohn entführt, vielmehr hat er Tschechien freiwillig verlassen. Die Polizei hat in dieser Frage ermittelt und ist zu dem Schluss gekommen, dass es keine Entführung gegeben hat“, wies Babiš die Vorwürfe zurück.

    Am Dienstag hatte das Prager Nachrichtenportal „Seznam“ mitgeteilt, dass der Sohn des tschechischen Premiers, Andrej Babiš junior, offenbar auf der Krim aufgehalten worden sein soll, als Ermittlungen wegen mutmaßlichen Subventionsbetrugs gegen seinen Vater in Tschechien stattfanden.

    Andrej Babiš junior sagte gegenüber Journalisten, er habe von der Krim aus die tschechische Polizei über seine Entführung benachrichtigt. Danach soll Andrej Babiš junior über die Ukraine zu seiner Mutter nach Europa gefahren sein.

    Babiš wurde im Juni 2018 vom tschechischen Präsidenten Miloš Zeman erneut zum Ministerpräsidenten ernannt. Im Mai des Jahres 2017 hatte Babiš wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug bereits sein Amt als Finanzminister verloren. Ihm wird vorgeworfen, im Jahr 2007 mit seinem Konzern Agrofert unrechtmäßig EU-Subventionen in Höhe von rund zwei Millionen Euro eingestrichen zu haben.

     

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    Tags:
    Vorwürfe, Sohn, Entführung, Nachrichtenportal Seznam, Facebook, Milos Zeman, Andrej Babis, Schweiz, Tschechien, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Russland