03:16 22 Februar 2020
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    Warschau ist bereit, auf das ursprüngliche Konzept der Stationierung der US-Militärbasis „Fort Trump“ in Polen zu verzichten und es mit einer anderen Form der amerikanischen Militärpräsenz zu ersetzen. Dies berichtet das Portal Onet.pl am Freitag unter Berufung auf eigene Quellen.

    Demnach sollten in Polen „amerikanische Waffen- und Munitionslager und Elemente der Kommandostruktur sowie der Aufklärung“ platziert werden. Dies sei das Konzept, das Warschau und Washington derzeit  besprächen.

    Die ursprüngliche Idee, eine ständige Militärbasis auf polnischem Territorium zu errichten, habe „praktisch keine Chance auf eine Umsetzung“.

    „Beide Seiten suchen jedoch nach einer Kompromisslösung, die die dauerhafte amerikanische Militärpräsenz in Polen verstärken wird“, so das Portal.

    Im September hatte der polnische Präsident, Andrzej Duda, seinem US-Amtskollegen Donald Trump ein verlockendes Angebot unterbreitet: Er bot mehr als zwei Milliarden US-Dollar an, damit in Polen eine ständige US-Basis eingerichtet wird. Um den US-Staatschef für diese Idee zu begeistern, versuchte Duda es mit Schmeichelei: Der Militärstützpunkt könne „Fort Trump“ (Festung Trump) genannt werden.

    Ende Oktober erklärte dann der polnische Verteidigungsminister, Mariusz Blaszczak, Warschau habe sich die Unterstützung Washingtons beim Aufbau eines US-Stützpunkts gesichert.

    Moskau warnte, dass die Schaffung eines US-Militärstützpunktes in Polen militärtechnische Vorkehrungen seitens Russlands erfordern würde.

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    Tags:
    Militärbasis, Fort Trump, Andrzej Duda, Mariusz Blaszczak, Polen