11:32 10 Dezember 2018
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    Angela Merkel bei der Veranstaltung zum 100. Jahrestag des Frauenwahlrechts in Deutschland

    Von Frauenwahlrecht bis Lindenstraße-Schock – Das Bundestagsgezwitscher der Woche

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
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    Ilona Pfeffer
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    Manchmal ist es leichter, heikle Dinge in einer Kurznachricht auf den Punkt zu bringen als in der Politik umzusetzen. Warum Lars Klingbeil die bessere Musik macht, wie sich Außenminister Maas beim Basketball macht und was der Brexit mit Shakespeare zu tun hat erfahren Sie im Twitter-Gewitter aus dem Bundestag.

    Zum Wochenauftakt feiert Deutschland 100 Jahre Frauenwahlrecht. Einfach einen Sekt aufmachen und sich über das Erreichte freuen, wäre aber zu einfach, zumindest für unsere Abgeordneten.  Renate Künast, ihres Zeichens Feministin, Foodie, Gärtnerin, Anwältin und Sozialarbeiterin, macht vor, wie es geht:

    ​Die von Justizministerin Katarina Barley (SPD) vorgeschlagene Gesetzesänderung, um auch in den Bundestag mehr Frauen reinzubringen, findet FDP-Mann Marco Buschmann „doppelt irritierend“. Wir finden irritierend, dass er sich dabei selbst zitiert.

    ​Sozialdemokratin Leni Breymaier schließt mit einem weisen Kalenderspruch:

    ​Ihr Kollege Jens Zimmermann ist hingegen ganz woanders. Er weiß: der Ton macht die Musik. Was wohl in der Playlist steht..?

    ​Am Dienstag geht es um den Parteispendenskandal bei der AfD. Wohlgemerkt, um den ersten der Woche. Für Victor Perli (Linke) Grund genug, von „Menschenfeinden“ zu sprechen.

    ​Auch SPD-Politiker Helge Lindh kommentiert den Fall:

    ​Außenminister Heiko Maas, ebenfalls SPD, zeigt sich derweil lieber von seiner sportlichen Seite beim Antrittsbesuch in China.

    ​Zur Wochenmitte wird bekannt: Die kurdisch-deutsche Sängerin Hozan Cane ist in der Türkei zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Goekay Akbulut von den Linken ruft zu Solidarität auf.

    ​Dass Cane Mitglied in einer Terrorgruppe sein soll, findet auch Frank Schwabe (SPD) lächerlich.

    ​Indessen freut sich FDP-Mann Christian Jung, dass seine Facebook-Fans alle echt sind und ihm freiwillig folgen.

    ​Und Anke Domscheit-Berg hat den Beweis gefunden, dass Chemtrails von Reiterstandbildern versprüht werden.

    Am Donnerstag rücken die Brexit-Verhandlungen und ihre Folgen in den Fokus der Aufmerksamkeit. Der Meltdown beginnt, raunt CDU-Politiker Kai Whittaker bedeutungsschwanger.

    ​Von einem “Brexitbeben” spricht hingegen Andreas Lenz (CSU).

    ​SPD-Staatsminister Michael Roth sind Vergleiche mit Naturkatastrophen wohl zu profan. Er ist wohl eher der theatralische Typ.

    ​…Moment! Shakespeare und Brexit? Irgendwas passt da nicht zusammen.

    Achja, die Grünen-Politikerin mit den roten Haaren hat übrigens endlich ein Emoji gefunden, das zu ihr passt.

    ​Zum Wochenausklang dann die Schocknachricht! Nein, nicht Seehofers Ankündigung, am 19. Januar den CSU-Parteivorsitz abzugeben. Viel schlimmer! Die Lindenstraße wird absetzt! Dabei ist die TV-Serie genauso alt wie Grünen-Politiker Sven Kindler.

    ​Selbst FDP-Chef Christian Lindner hätte nicht daran geglaubt.

    ​Und zwischen Juso-Chef Kevin Kühnert und dem Kasseler SPD-Vorsitzenden Timon Gremmels ist sogar so etwas wie ein Mini-Streit entbrannt, wenn es um die Bedeutung der Lindenstraße für die deutsche TV-Landschaft geht.

    ​So oder so: Wir werden künftig ohne die Lindenstraße klarkommen müssen.

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    Tags:
    Wahlrecht, Bundestagsabgeordnete, Tweets, Chemtrails, Facebook, Twitter, Brexit, PdL, Jusos, Auswärtiges Amt, CSU, Linkspartei, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, SPD, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Die LINKE-Partei, Kevin Kühnert, Katarina Barley, Horst Seehofer, Heiko Maas, Christian Lindner, Michael Roth, Deutschland