17:43 15 Dezember 2018
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    Soldaten der belgischen Armee am Nato-Militärübungsplatz (Archivbild)

    „Angesichts der russischen Bedrohung“: Belgien stärkt Ostflanke der Nato – Medien

    CC BY 2.0 / 7th Army Training Command / U.S. Army/Visual Information Specialist Markus Rauchenberger
    Politik
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    Das belgische Verteidigungsministerium hat die Entscheidung getroffen, die Militärpräsenz des Landes an der „Ostflanke“ der Nato zu stärken. Grund: Die angebliche russische Bedrohung, berichtet der belgische TV-Sender RTBF.

    Belgien hat demzufolge vor, im Laufe des kommenden Jahres eine Fregatte mit einer 175 Mann starken Besatzung sowie einen Minenjäger mit 45 Crewmitgliedern für vier Monate in die Ostsee zu schicken. Außerdem sollen auf einer Nato-Basis in Litauen vier F-16 Kampfjets der belgischen Luftstreitkräfte und 55 belgische Militärs stationiert werden.

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    Das Ministerium wolle 2019 zwei Panzereinheiten mit 250 Militärs der Nato in baltischen Ländern und in Polen zur Verfügung stellen. Sie sollen das britische und das deutsche Kontingent stärken.

    Die Nato hatte 2016 bei ihrem Gipfeltreffen in Warschau beschlossen, in Lettland, Litauen, Estland und Polen rotierend multinationale Bataillone zu stationieren. Im Januar 2018 wechselten dänische Militärs französische ab.

    Angesichts der zunehmenden Aktivität der Nato-Länder an Russlands Grenzen hat Moskau wiederholt erklärt, dass es für niemanden eine Bedrohung darstelle, jedoch dieses potentiell für seine Interessen gefährliche Vorgehen nicht unbeachtet lassen werde.

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    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation in der Ukraine angespannt, wo es Anfang 2014 zu einem Staatsstreich gekommen war — und wegen der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim nach einem entsprechenden Referendum auf der Halbinsel, die bis dahin Teil der Ukraine gewesen war.

    Der Westen warf Moskau die Einmischung in innenpolitische Angelegenheiten der Ukraine vor und verhängte Sanktionen. Moskau ergriff Gegenmaßnahmen und betonte, dass es kontraproduktiv sei, mit ihm die Sprache von Sanktionen zu sprechen. Zudem verwies Russland immer wieder darauf, dass es weder zu den Seiten des innenpolitischen Konflikts in der Ukraine gehöre noch ein Subjekt der Minsker Vereinbarungen zur Konfliktregelung im Donbass darstellen würde sowie die Krim-Frage für immer und ewig vom Tisch sei.

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    Tags:
    Druck, Politiker, Militär, Truppen, Einsatz, Soldaten, Krieg, Armee, Sanktionen, NATO, Russische Föderation, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Belgien, Litauen, Polen, Lettland, USA, Russland, Ukraine