04:59 17 Februar 2020
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    Nachdem Siemens-Chef Joe Kaeser wegen der Ermordung des oppositionellen Journalisten Dschamal Chaschukdschi (Jamal Khashoggi) eine Reise nach Saudi-Arabien abgesagt hatte, will er jetzt doch in das Land reisen. Dies berichten deutsche Medien am Montag.

    Im Oktober sei der öffentliche Druck sehr groß gewesen und Kaeser habe wie auch viele andere Industrievertreter einen Rückzieher gemacht und seine Teilnahme an einer Investorenkonferenz abgesagt.

    Siemens ist bereits lange im Ölreichtum Saudi-Arabien engagiert und beschäftigt dort nach „Spiegel“-Angaben etwa 2000 Mitarbeiter.  

    Mehr zum Thema: Saudi-Arabien und die dramatischen Folgen des Mords in Istanbul

    Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf eine Siemens-Pressemitteilung berichtet, wolle Kaeser „nicht das ganze saudische Volk für die Tat verantwortlich machen und in Sippenhaft nehmen“. Man solle im Gespräch bleiben. Es gehe aber auch um Recht. 

    Deswegen sei Kaesers Reise noch nicht  hundertprozentig entschieden: Vieles werde von dem Bericht über die Verantwortlichen für den Mord im Konsulat abhängen, den die US-Regierung für die kommenden Tage angekündigt hat, hieß es. 

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    Tags:
    Reise, Business, Mord, Journalist, Kooperation, Siemens, Dschamal Chaschukdschi, Joe Kaeser, Saudi-Arabien, Deutschland, USA