03:55 11 Dezember 2018
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    Das Capitol-Gebäude in Havana, Kuba (Archivbild)

    Baut Russland wieder Militärstützpunkte auf Kuba? – Moskau kommentiert

    © AP Photo / Javier Galeano
    Politik
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    Russlands Außenministerium hat die jüngsten Medienberichte über die mögliche Wiedereröffnung russischer Militärstützpunkte auf Kuba als „unwissenschaftliche Fantastik“ bezeichnet.

    „Wir kommentieren ‚non science fiction‘ nicht“, sagte Alexander Schtschetinin, Chef der Abteilung für Lateinamerika beim Außenministerium Russlands. 

    Die Zeitung „Daily Star“ hatte zuvor unter Berufung auf das Forschungsinstitut Jamestown Foundation berichtet, dass eine mögliche „Reaktivierung“ russischer Militärstützpunkte auf Kuba dem Westen Sorgen bereite. Russland könne mit diesem Schritt auf die Androhungen des US-Präsidenten Donald Trump reagieren, den INF-Vertrag zur atomaren Abrüstung einseitig aufzukündigen. Die Zeitung erinnerte in diesem Kontext an die Ereignisse der Kubakrise 1962. 

    Den Spekulationen westlicher Medien über die Wiedereröffnung russischer Stützpunkte auf Kuba liegen der offizielle Moskau-Besuch des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel und sein Treffen mit Wladimir Putin sowie anderen russischen Top-Politikern zugrunde.

    Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Kooperation im Militärbereich, was westliche Experten wohl auf den Gedanken gebracht haben soll, dass Moskau, um die Aktivitäten der USA in der Karibik zu beobachten, das Aufklärungszentrum in Lourdes reanimieren sowie neue Stützpunkte errichten lassen könnte. Das Zentrum in Lourdes wurde vor 16 Jahren geschlossen. 

    Ende Oktober hatte Putin versprochen, dass Russland auf die einseitige Kündigung des INF-Vertrags durch die USA schnell und effizient antworten werde. 

     

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    Tags:
    Reaktivierung, Wiedereröffnung, Militärstützpunkte, Sorgen, Gefahr, Militär, INF-Vertrag, Miguel Diaz-Canel, Donald Trump, Wladimir Putin, Kuba, USA, Russland