04:22 11 Dezember 2018
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    US-Ausstieg aus INF-Vertrag bleibt nicht unbeantwortet – Putin

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    Politik
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Montag bei einem Treffen mit der Führung des Verteidigungsministeriums vorgeschlagen, Russlands Gegenmaßnahmen in Bezug auf den Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag zu besprechen.

    Bei dem Treffen, das in der Stadt Sotschi stattfand, wurde die Entwicklung der russischen Rüstungsindustrie besprochen.

    „Wir sind bereit, den Dialog zu dieser Schlüsselfrage mit den US-Partnern zu führen. Wir hoffen darauf, dass sie mit voller Verantwortung dazu herangehen werden. Denn der Beschluss der Vereinigten Staaten, aus dem genannten (INF-)Vertrag auszusteigen, kann und wird zweifellos nicht ohne Reaktion unseres Landes bleiben", sagte er.

    Nach der einseitigen Kündigung des INF-Vertrages durch die USA habe Moskau „offen und ehrlich" bekannt gegeben, es sehe sich gezwungen, Gegenmaßnahmen zu treffen, betonte der russische Präsident.

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    „Das wurde auch getan. Nun hat Russland Hyperschallwaffen, die jedes Raketenabwehrsystem überwinden können. Hoffentlich werden gesunder Menschenverstand und die gegenseitige Verantwortung dem herangereiften Dialog über die Fragen der strategischen Stabilität und der Stärkung des kollektiven Sicherheitssystems zugrunde liegen", so Putin.

    Am 20. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) angekündigt. Der INF-Vertrag war 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Mit dem Vertag hatten sich die Parteien verpflichtet, alle Flugkörper mittlerer und kürzerer Reichweite (von 500 bis 5500 Kilometer) zu vernichten. In den letzten Jahren hatten Moskau und Washington einander mehrmals vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen.

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    Moskau verwies unter anderem darauf, dass die USA in Rumänien und in Polen Anlagen stationieren, mit denen Marschflugkörper des Typs Tomahawk gestartet werden können. Zudem machte Russland darauf aufmerksam, dass die USA Kampfdrohnen entwickeln und Forschungsarbeiten zur Entwicklung von bodengestützten Marschflugkörpern finanzieren.

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    Tags:
    Reaktion, Gegenmaßnahmen, Ausstieg, INF-Vertrag, Wladimir Putin, USA, Russland