04:08 11 Dezember 2018
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    US-Präsident Donald Trump

    Trump hält an Waffen-Verträgen mit Saudis fest – wegen Russland

    © AP Photo / Evan Vucci
    Politik
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    Russland und China werden laut US-Präsident Donald Trump gewinnen, sollten die USA vor dem Hintergrund des Chaschukdschi-Falls die Rüstungsverträge mit Saudi-Arabien kündigen.

    „Wenn wir diese Verträge unbedacht kündigen, werden Russland und China große Vorteile erlangen und mit Freude diese Nische besetzen. Dies wird ein ausgezeichnetes Geschenk an sie direkt von den USA sein“, zitiert der TV-Sender CNBC Trump.

    Trump hat seinen eigenen Worten zufolge Riad dazu bewegt, 450 Milliarden US-Dollar (etwa 394 Milliarden Euro) in die US-Wirtschaft zu investieren. Das würde ermöglichen, die Wirtschaftsentwicklung zu beschleunigen und Hunderttausende Arbeitsplätze zu schaffen.          

    „110 von 450 Milliarden sollen für den Ankauf von Waffen bei Boeing, Lockheed Martin, Raytheon und vielen anderen ausgezeichneten amerikanischen Lieferanten ausgegeben werden“, so Trump. 

    Merkel bestätigte indessen in Prag, dass Deutschland vorerst keine Waffen mehr nach Saudi-Arabien exportieren werde, bis der Mord an dem Journalisten Dschamal Chaschukdschi vollständig aufgeklärt worden sei.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Riad als einen „großen Verbündeten” trotz des Mordes an dem saudi-arabischen Journalisten Dschamal Chaschukdschi bezeichnet und eine „zuverlässige“ Partnerschaft mit den USA zugesichert.

    Trump räumte anschließend ein, dass eine Mitwisserschaft des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman an der Ermordung des Journalisten Dschamal Chaschukdschi nicht ausgeschlossen sei, obwohl es keine Beweise dafür gebe.

    Der saudische Journalist Dschamal Chaschukdschi, der als Kolumnist für die US-Zeitung „The Washington Post" arbeitete und seit 2017 in den USA lebte, verschwand am 2. Oktober in der Türkei, nachdem er das Gebäude des saudi-arabischen Generalkonsulats in Istanbul betreten hatte. Die türkischen Sicherheitsbehörden hatten behauptet, dass der Journalist in der Auslandsvertretung getötet worden sei.

     

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    Tags:
    Rüstungsverträge, TV-Sender CNBC, The Washington Post, Angela Merkel, Donald Trump, Dschamal Chaschukdschi, Türkei, Deutschland, Saudi-Arabien, USA