02:55 11 Dezember 2018
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    Raketenabwehrkomplex S-400 (Archiv)

    Türkischer Außenminister: S-400-Deal ist „eine abgemachte Sache“

    © Sputnik / Alexej Danitschew
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    Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu hat während seines US-Besuchs den Kauf der russischen Luftabwehr-Raketensysteme S-400 als „abgemachte Sache“ bezeichnet, wie Reuters meldet.

    Zuvor hatte der Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, Eric Pachon, erklärt, dass das Pentagon derzeit mit dem Kongress bespreche, was man der Türkei als Ersatz für die russischen S-400-Anlagen anbieten könne.

    „Dieser Deal ist eine abgemachte Sache, ich kann ihn nicht absagen“, zitiert die Agentur den türkischen Außenminister.

    „Aber ich brauche mehr … Und ich ziehe vor, die Käufe bei meinen Verbündeten zu machen“, fügte er nach dem Treffen mit seinem amerikanischen Amtskollegen Mike Pompeo hinzu.

    Russland und die Türkei haben im Dezember 2017 ein Kreditabkommen zur Lieferung von S-400 unterzeichnet. Ankara kauft demnach zwei Batterien, die von türkischen Militärs bedient werden. Zwei weitere Batterien sollen in der Türkei montiert werden.

    Die USA und andere Nato-Länder haben Ankara wiederholt wegen des Deals mit Moskau kritisiert. So wies der Berater des US-Außenministers, Wess Mitchell, warnend darauf hin, dass sich der Kauf von S-400-Anlagen negativ auf die Lieferung von F-35-Flugzeugen an die Türkei auswirken könne.

    Ende Juli 2018 hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan gegenüber der Zeitung „Haberturk“ den USA mit dem internationalen Schiedsgericht gedroht, falls Washington keine F-35-Kampfjets an Ankara liefern sollte.

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    Tags:
    Verbündete, Deal, S-400, Mike Pompeo, Mevlüt Çavuşoğlu, USA, Russland, Türkei