13:00 14 Dezember 2018
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    Ukrainische Asow-Einheiten (Symbolbild)

    „Asow“ geht leer aus: USA lassen ukrainische Nationalisten-Bataillon ohne Waffen

    © Sputnik / Alexander Maximenko
    Politik
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    Die USA haben laut dem Vize-Chef der ukrainischen Nationalgarde, Oleg Kulik, der Regierung in Kiew verboten, die amerikanischen Waffen dem Regiment „Asow“ zu übergeben, das als Teil der Nationalgarde gilt.

    „Ja, es hat so eine Entscheidung gegeben (ein Verbot seitens der USA, ihre Waffen dem Nationalgarde-Regiment ˏAsowˊ zu übergeben – Anm. d. Red.). Und wir kommen unseren Vereinbarungen mit den amerikanischen Partnern nach“, so Kulik gegenüber der Agentur „Ukrainskije novosti“.

    Dabei bemerkte er, dass die Behörde genügend eigene Waffen habe, um diese Einheit in vollem Umfang zu versorgen. „Sie haben alles Nötige, um die ihnen erteilten Aufgaben zu erfüllen: Gepanzerte Fahrzeuge, Granatwerfer, Kleinwaffen und  Scharfschützenkomplexe“, wie Kulik präzisierte.     

    Im Januar hatte der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte erklärt, dass das „Asow“-Regiment nicht mit den amerikanischen Panzerabwehr-Raketenkomplexen „Javelin“ bewaffnet sei. 

    Die Trump-Administration hatte im Jahr 2017 die Waffenlieferung an Kiew, einschließlich der Panzerabwehr-Raketenkomplexe „Javelin“, genehmigt. Die vorherige US-Regierung unter Präsident Barack Obama hatte dies trotz der wiederholten Aufforderungen der Ukraine stets abgelehnt. 

    Dabei hatte der ukrainische Botschafter in Washington, Valeri Tschaly, erklärt, Kiew dürfe die ihm von den USA zur Verfügung gestellten Panzerabwehr-Raketenkomplexe „Javelin“ nicht nach eigener Wahl einsetzen, es sei denn, dass die Ukraine sie kaufen werde. Würde die Ukraine die Panzerabwehr-Raketenkomplexe selbständig erwerben, würde sie nicht gezwungen sein, sich über ihren Einsatz zu beraten. Die USA seien eventuell bereit, den Verkauf der „Javelins“ an Kiew zu genehmigen, so der Botschafter.

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    Russland hatte wiederholt vor Waffenlieferungen an die Ukraine gewarnt, weil dies nur zu einer Eskalation des Konflikts im Donbass führen wird. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte mehrfach erklärt, dass die Waffenlieferungen an die Ukraine von außen nicht zur Einigung im Donbass sowie zur Umsetzung der Minsker Vereinbarungen beitragen würden.     

    Der russische Vize-Außenminister Grigori Karassin hatte gegenüber Sputnik erklärt, dass Moskau wegen der geplanten Lieferung tödlicher Waffen an die Ukraine besorgt sei.  

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    Tags:
    Panzerabwehr, Waffenlieferungen, Waffen, Grigori Karassin, Dmitri Peskow, Valeri Tschalyj, Ukraine, USA