20:18 16 Dezember 2018
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    Zerstörung während des Maidan-Aufstandes 2014 - weitere vier Maidans für die Ukraine?

    Fünf Jahre „Euro- Maidan“ – Krim-Parlamentschef: „Tragödie für das ukrainische Volk“

    © Sputnik / Andrej Stenin
    Politik
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    Die Ukraine begeht am 21. November den Tag der Würde und Freiheit (im Volksmund „Tag des Euro-Maidan“). Der Chef des Parlamentes der Krim, Wladimir Konstantinow, ist jedoch der Ansicht, dass der „Euro-Maidan“ sich für das ukrainische Volk als Tragödie erwiesen hat.

    Heute vor fünf Jahren begannen die Protestaktionen in Kiew 2013 gegen den Stopp des Kurses auf die Assoziierung mit der EU gewidmet.

    Die Massenaktionen in Kiew führten zum Machtwechsel im Lande, die neue Regierung nahm Kurs auf die Europa-Integration der Ukraine.

    „Das ist der Tag der ukrainischen Tragödie, der Tragödie des gesamten ukrainischen Volkes. Eine Gruppe der erbitterten nationalistischen und aus dem Ausland gesponserten Minderheit wandte Gewalt gegen die Mehrheit an, und das Land, das den Weg der normalen zivilisierten Entwicklung hätte beschreiten können, kam von der Straße ab, steht jetzt am Wegesrand und befindet sich faktisch genau in diesem Sumpf. Das ist keinesfalls ein Feiertag, das ist eine ernste Tragödie für das Volk selbst“, so Konstantinow gegenüber Journalisten.

    Seinen Worten zufolge besteht die heutige ukrainische Staatsmacht aus einer Gruppe von Oligarchen, die verschiedene nationalistische Gruppierungen anführen.

    „Großes Mitgefühl für das ukrainische Volk an diesem Tag“, sagte Konstantinow.

    Krim-Brücke (Symbolbild)
    © Sputnik / Alexej Malgawko

    Kiews Hauptplatz, der Unabhängigkeitsplatz (ukr.: Maidan Nesaleschnosti – Anm. d. Red.) wurde am 21. November 2013 von Anhängern der Europa-Integration besetzt, nachdem die Regierung von Nikolai Asarow erklärt hatte, sie werde die Unterzeichnung der Vereinbarung über die Assoziierung mit der EU aussetzen. Später wurde der Maidan zum Mittelpunkt der Konfrontation von Sicherheitskräften und Radikalen. Die neue ukrainische Regierung gab ihren politischen Opponenten – Ex-Präsident Viktor Janukowitsch und der Sondereinheit des Innenministeriums, „Berkut“ – die Schuld am Tod von mehr als 100 Menschen. Janukowitsch und Mitarbeiter von „Berkut“ verneinen ihre Beteiligung an den Morden. Nach dem Umsturz wurde die Sondereinheit „Berkut“ aufgelöst.

    Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, erließ die Weisung, am 21. November den Tag der Würde und Freiheit zu begehen.

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    Tags:
    Machtumsturz, Protest, Maidan, Russland, Krim, Ukraine