12:35 07 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    17385
    Abonnieren

    Der Iran soll der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nicht alle Daten zu seinen Beständen an Chemiestoffen übertragen haben. Dies teilte der US-Vertreter bei der OPCW, Kenneth Ward, am Donnerstag mit.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldete, soll Teheran das Objekt, wo die Mittel zum Abfüllen von Bomben hergestellt werden, nicht bekanntgegeben haben. Darüber hinaus glauben die Vereinigten Staaten, dass die Iraner das Programm zum Erhalt von verbotener Giftmunition fortsetzen, wobei sie auch Chemikalien verwenden, die das zentrale Nervensystem des Menschen paralysieren.

    „Die USA sind seit langem besorgt, dass der Iran ein Programm zur Entwicklung chemischer Waffen fortsetzt und die OPCW darüber nicht informiert hat,“, zitiert Reuters Ward.

    Als Beweis nannte der US-Vertreter entdeckte Artilleriegeschosse sowie Bomben für Luftangriffe iranischen Ursprungs, die mit Chemikalien gefüllt waren. Er betonte ebenso, dass Teheran in den achtziger Jahren die Lieferung chemischer Waffen an Libyen vor der Öffentlichkeit verheimlicht hätte. Im Jahr 2011 hätte Libyen jedoch selbst der OPCW davon erzählt.

    Die 5+1-Staaten (UN-Vetostaaten und Deutschland) und der Iran hatten 2015 ein historisches Abkommen über die Beilegung der jahrelangen Probleme aufgrund des iranischen Atomprogramms erzielt. Die Parteien hatten den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) beschlossen, dessen Erfüllung die wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates, der USA und der EU gegen den Iranaufheben sollte.

    Anfang Mai kündigte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg aus dem Atom-Deal mit dem Iran an und erklärte, die USA würden alle Sanktionen wieder in Kraft setzen, die infolge des Abkommens aufgehoben worden seien. Dasselbe gelte für Drittländer, die Geschäfte mit dem Iran führen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Weltweit erster Corona-Impfstoff wird nächste Woche in Russland registriert
    Kann sich Deutschland gegen neue US-Sanktionen wegen Nord Stream 2 wehren? – russische Sicht
    „Covidioten“ und „Söder-Festspiele“: ARD-Talk riskiert keine alternative Meinung
    Zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern wegen Corona geschlossen
    Tags:
    Sanktionen, Chemiewaffen, Atomdeal, OPCW, Iran