09:35 11 Dezember 2018
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    Syrien-Beauftragte der Vereinigten Staaten James Jeffrey

    US-Gesandter: „Washington will keinen Zerfall Syriens“

    © REUTERS / Pool/ Xu Jinquan
    Politik
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    Die USA streben laut ihrem Sonderbeauftragten für Syrien, James Jeffrey, keinen Zerfall dieses Landes an und treten für seine territoriale Integrität ein.

    „Die USA haben auf allen Etappen des Konfliktes in Syrien sowie vor dem Konflikt-Ausbruch die territoriale Integrität dieses Landes unterstützt und werden dies auch weiterhin tun. Die Präsenz der US-Truppen, die Anti-Terror-Operationen durchführen, bedeutet keineswegs, dass die USA einen Zerfall des Landes anstreben“, sagte Jeffrey in einem Interview mit der Agentur RIA Novosti und der Zeitung „Kommersant“. 

    Als Beispiel führte Jeffrey das Patrouillieren der US-Militärs in den Jahren 1991 bis 2003 über der Flugverbotszone im Norden des Iraks sowie die Stationierung von rund 100.000 US-Soldaten von 2003 bis 2011 im Irak an. Das hatte ihm zufolge nicht zu territorialen Änderungen in diesem Land geführt. 

    „Dasselbe gilt auch gegenüber Syrien. Die Präsenz dieser Kräfte hat nichts mit unserer Position in Bezug auf die territoriale Integrität Syriens zu tun“, versicherte der Diplomat.

    Zuvor hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, die USA versuchten mithilfe ihrer syrischen Verbündeten, in den Gebieten östlich des Euphrat-Flusses einen Quasistaat zu schaffen.

    Das Vorgehen der USA sei illegal. Die Amerikaner richten dort laut Lawrow alternative Behörden ein. Dies könne zum Zerfall Syriens führen und verletze alle Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, der mehrmals gefordert habe, die Souveränität und territoriale Integrität der Republik zu achten, so Lawrow.   

     

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    Tags:
    Zerfall, Kommersant, James Jeffrey, Sergej Lawrow, Euphrat, Syrien, Irak, USA, Russland