06:49 11 Dezember 2018
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    Ukrainische Soldaten

    Moskau reagiert auf Kiews S-300-Verlegung in den Donbass

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    Politik
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    Die Tatsache, dass Kiew schwere Waffen in den Donbass verlegt, zeugt vor allem davon, dass die ukrainische Regierung eine militärische Lösung des Konflikts im Osten der Ukraine für möglich hält. Dies teilte der russische Botschafter bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Alexander Lukaschewitsch, am Freitag mit.

    „Statt konkrete Schritte zu einer politisch-diplomatischen Lösung zu unternehmen, eskaliert Kiew weiterhin die militärischen Spannungen im Donbass“, sagte Lukaschewitsch.

    Vor kurzem soll die ukrainische Armee Schwerartillerie, Mehrfachraketenwerfer „Uragan", Flugabwehrraketensysteme „Buk", Raketenabwehrsysteme S-300 sowie amerikanische Waffenmodelle in den Donbass verlegt haben.

    Im Zeitraum vom 1. bis 12. November sollen die OSZE-Beobachter nahe der Trennlinie im Donbass 24 Stück Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte gesichtet haben.  Darüber hinaus haben die Teilnehmer der Sonderbeobachtermission im Gebiet Wolodarski die Verlegung von S-300-Komplexen gesehen.

    Im Osten der Ukraine schwelt seit mehr als vier Jahren ein militärischer Konflikt. Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und den örtlichen Bürgermilizen sind laut UN-Angaben mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

    Die Regelung der Situation im Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Minsk erörtert, die seit September 2014 drei Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts festgelegt sind. Aber selbst nach Vereinbarung der Waffenruhe gibt es weiter Schusswechsel zwischen den Konfliktparteien.

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    Tags:
    Konflikt, Verlegung, S-300, Alexander Lukaschewitsch, Donbass, Ukraine