06:07 11 Dezember 2018
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    Außenminister Russlands Sergej Lawrow

    Russlands Chefdiplomat: USA betrachten IS fast als Verbündeten

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    Politik
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    Die USA betrachten IS* laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow als eine Rechtfertigung für ihre Militärpräsenz in Syrien und beinahe als einen Verbündeten beim Regimewechsel in der Arabischen Republik Syrien. Dies erklärte Russlands Chefdiplomat nach den Verhandlungen mit seinem portugiesischen Amtskollegen Augusto Santos Silva.

    Der russische Minister betonte, dass das „US-Außenministerium dieser Tage erklärte, dass der IS* noch nicht besiegt sei, und um den IS* zu besiegen, müsse die wichtigste Vorbedingung der Regimewechsel und der Abzug jeglicher iranischer und Iran-treuer Einheiten  von dort sein“.

    „Meine Vermutung bestätigt sich, dass der IS* von den Amerikanern überhaupt als eine Rechtfertigung ihrer Militärpräsenz in Syrien und als ein Quasi-Verbündeter im Kampf gegen das syrische Regime betrachtet wird. Das heißt, die Hauptaufgabe ist jetzt, das Regime aufs Neue zu wechseln und nicht den IS zu bekämpfen“, so Lawrow.

    Dem Chefdiplomaten zufolge machen derartige  Vorbehalte, wie er sie angeführt hatte, „unseren amerikanischen Kollegen wenig Ehre und zeigen, dass sie im Unterschied zu dem, dass sie so lautstark die Vernichtung des Terrorismus als ihre Hauptaufgabe in Syrien verkünden, eine andere – verdeckte — Agenda haben“.

    IS* — eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Rechtfertigung, Militärpräsenz, Regimewechsel, Außenministerium Portugals, Russisches Außenministerium, IS, Augusto Santos Silva, Sergej Lawrow, Portugal, Iran, Syrien, USA, Russland