01:16 14 Dezember 2018
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    Präsident der Ukraine Petro Poroschenko (L) und NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg (R) (Archivbild)

    Dringlichkeitssitzung der Ukraine-Nato-Kommission vereinbart

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    Eskalation bei Kertsch (53)
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg haben im Laufe eines Telefonats eine Dringlichkeitssitzung der Ukraine-Nato-Kommission vereinbart.

    Diese Information gab der Pressesprecher des ukrainischen Präsidenten, Swjatoslaw Zegolko, auf seiner Facebook-Seite bekannt.

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    Bei dem Sondertreffen sollen laut dem Außenminister des Landes Pawel Klimkin neue Lösungen im Rahmen der Zusammenarbeit zur Gewährleistung der Sicherheit im Schwarzen Meer, einschließlich der Frage einer möglichen gemeinsamen Präsenz der Ukraine und der Nato im Konfliktgebiet, besprochen werden.

     „Wir müssen nach neuen Lösungen im Kontext der Kooperation bezüglich der Sicherheit im Schwarzen Meer suchen, es könnte eine gemeinsame Präsenz sein, wir reden jetzt über eine solche Präsenz, es könnten auch andere Maßnahmen sein. Heute findet ein Treffen der Ukraine-Nato-Kommission statt und wir werden darüber sprechen, welche Maßnahmen wir ergreifen müssen“, sagte er am Montag vor der Presse.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk“, „Nikipol“ und „Jany Kapu“ am 25. November Russlands Staatsgrenze überquert und dadurch gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstoßen hatten. Die ukrainischen Schiffe fuhren in das zeitweilig geschlossene Gebiet der russischen Hoheitsgewässer ein, führten dort stundenlang gefährliche Manöver aus und widersetzten sich allen Forderungen der russischen Küstenwache.

    Für den zwangsweisen Stopp der ukrainischen Schiffe kam es zu einem Waffeneinsatz. Schließlich wurden die drei Boote 50 Kilometer südwestlich der Krim-Brücke festgesetzt, wo Schiffe die Straße von Kertsch üblicherweise passieren. Laut einer Mitteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurden dabei drei ukrainische Matrosen leicht verletzt. Diese seien jedoch medizinisch behandelt worden und ihr Leben sei außer Gefahr, hieß es.

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    Russland leitete angesichts des Zwischenfalls ein Strafverfahren ein und beantragte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates in Bezug auf die Situation im Asowschen Meer.

    Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hatte am Sonntagabend  beschlossen, für 60 Tage in der Ukraine den Kriegszustand zu verhängen. Dem Beschluss muss noch das ukrainische Parlament zustimmen.

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    Themen:
    Eskalation bei Kertsch (53)
    Tags:
    NATO, Swjatoslaw Zegolko, Jens Stoltenberg, Petro Poroschenko, Kertsch, Ukraine