17:08 10 Dezember 2018
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    Zwei gepanzerte ukrainische  Kanonenboote und ein Schlepper überqueren Grenze zu  RusslandDrei ukrainische Schiffe, darunter zwei Patrouillenboote und ein Schlepper, verletzten am  25.11.2018 die Grenze  zu Russland

    Chronologie der Eskalation von Kertsch – FSB veröffentlicht Details

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    Eskalation bei Kertsch (53)
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    Nach der Eskalation der Situation um die Straße von Kertsch hat der russische Inlandsgeheimdienst (FSB) die Chronologie der Ereignisse im Zusammenhang mit der Verletzung der russischen Seegrenze durch ukrainische Kriegsschiffe vorgelegt.

    Am Samstag um 21:30 Uhr (19:30 MEZ) informierte der russische Grenzschutz die ukrainischen Schiffe, die sich Russlands Seegrenze annäherten, über die Regelungen für ein Überqueren der Grenze. Wie im FSB-Bericht betont wird, muss ein Antrag auf Durchfahrt im Voraus gestellt werden. Die Schiffskommandeure beteuerten, dass es nicht zur Grenzüberquerung kommen werde.

    Um 22:23 Uhr (20:23 MEZ) teilte der Grenzschutz den Schiffskapitänen mit, dass das Gebiet der russischen Hoheitsgewässer bei einer Annäherung an die Straße von Kertsch vom Schwarzen Meer aus geschlossen werde.

    – Am Sonntag um 03.45 Uhr (01:45 MEZ) fuhren die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk” und „Nikipol“ und „Jany Kapu“ in das Meeresgebiet ein, in dem weitere zwei Schiffe, „Gorlowka“ und „Yany Kapu“, stationiert waren. Das Eindringen in russische Hoheitsgewässer war nach FSB-Angaben von ukrainischen Behörden sanktioniert. Die Durchführung der Provokationen im Schwarzen Meer sei von zwei Beamten des ukrainischen Sicherheitsdienstes koordiniert worden, die sich an Bord eines der Schiffe befunden haben, hieß es.

    Um 08:35 Uhr (06:35 MEZ) wurden die ukrainischen Schiffe in Alarmbereitschaft versetzt. Der russische Grenzschutz warnte davor, dass der Vorfall als Verstoß gegen das Völkerrecht und das russische Recht im Falle eines Einsatzes von Waffen betrachtet werde. Dabei gilt das Gewässer noch vor dem Krim-Anschluss als russisches Hoheitsgewässer.

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    Um 10:35 Uhr (08:35 MEZ) meldeten die ukrainischen Kapitäne, dass ihre Schiffe durch russische Schiffe in die Enge getrieben worden seien. Ab dieser Zeit bis 18:30 Uhr (16:30 MEZ) wurden die ukrainischen Schiffe südlich der Meerenge blockiert.

    Um 18:30 Uhr (16:30 MEZ) versuchten die ukrainischen Schiffe, die Blockade zu durchbrechen. Russische Schiffe hatten die ukrainischen Marineboote zuvor gewarnt, dass Warnschüsse abgegeben würden, falls sie ihre Bewegung weiter fortsetzen würden.

    Um 20:45 Uhr (18:45 MEZ) gab das russische Schiff „Izumrud“ Warnschüsse in Richtung der drei ukrainischen Schiffe ab. Das Warnfeuer wurde aus einer Entfernung geführt, bei der offensichtlich war, dass es sich hierbei um ein Warnsignal handelte. Trotzdem bewegten sich die ukrainischen Schiffe weiterhin in Richtung der Staatsgrenze Russlands.

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    Um 20.50 Uhr (18:50 MEZ) warnte ein russisches Schiff die ukrainische „Berdjansk“, dass es direktes Feuer eröffnen werde, wenn die Anforderungen weiterhin ignoriert würden.

    Um 20.55 Uhr (18:55 MEZ) eröffnet die „Izumrud“ direktes Feuer.

    Um 20:58 Uhr (18:58 MEZ) meldete das ukrainische Schiff „Berdjansk“ Verwundete an Bord und bat um Hilfe.

    Um 21:06 Uhr (19:06 MEZ) brachte die russische „Izumrud“ das ukrainische Schiff auf und nahm sieben Seeleute fest, von denen drei verletzt waren.

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    Um 21:27 Uhr (19:27 MEZ) stoppte ein russischer Kampfhubschrauber vom Typ Ka-52 das ukrainische Schiff „Nikopol“.

    Um 21:55 Uhr (19:55 MEZ) brachte das russische Schiff „Don“ die ukrainische „Jana Kapu“ auf.

    Um 23:21 Uhr (01:21 MEZ) brachte die „Don“ auch das ukrainische Marineboot „Nikopol“ auf.

    Am Montag um 0:40 Uhr (02:40 MEZ) brachte ein russisches Schiff die verwundeten ukrainischen Soldaten nach Kertsch. Um 1:10 Uhr wurden auch die aufgebrachten Schiffe dorthin eskortiert. Die Schiffe erreichten Kertsch um 6:40 Uhr.

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    Während des Verhörs gab ein ukrainische Offizier zu, dass er sich des provozierenden Charakters seiner Handlungen bewusst war. Unter den Festgenommenen sollen sich zwei Agenten des ukrainischen Geheimdienstes SBU befinden.

    Wie der russische Inlandsgeheimdienst zudem betonte, sei es zuvor zu keinen solchen Vorfällen gekommen, da sich die Besatzungen der ukrainischen Schiffe an die bilateralen Vereinbarungen gehalten hätten und die geltenden Vorschriften beachtet hätten.

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    Themen:
    Eskalation bei Kertsch (53)
    Tags:
    Chronologie, Überquerung, Seegrenze, Schiffe, Vorfall, FSB, Straße von Kertsch, Russland, Ukraine