16:19 10 Dezember 2018
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    Ukrainische Nationalisten während der Aktion für die Verhängung des Kriegsrechtes in Kiew

    Sponsoren ukrainsicher Behörden müssen Kiew vor Folgen von Spiel mit Feuer warnen

    © Sputnik / Stringer
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    Eskalation bei Kertsch (53)
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    Sponsoren der ukrainsichen Behörden müssen Kiew un­nach­gie­big vor den Folgen des Spiels mit dem Feuer warnen. Mit diesen Worten kommentierte Russlands Außenminsiter Sergej Lawrow den jüngsten Vorfall in der Straße von Kertsch unter Beteiligung ukrainischer Schiffe.

    „Wie Sie wissen, wir haben gestern den UN-Sicherheitsrat einberufen; die Ukraine sprach sich auch für die Einberufung einer solchen Sitzung aus. Ich denke, es war nützlich, dass alle die Wahrheit darüber hören, was passiert ist“, so Lawrow.

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    „Das Grundlegende hängt aber nicht von dem UN-Sicherheitsrat, der OSZE und anderen Organisationen, sondern davon ab, dass die Sponsoren der ukrainischen Führung sie verwarnen, unnachgiebig vor der Unzulässigkeit solches Spieles mit dem Feuer warnen“, fuhr der russische Außenminister fort.

    Darüber hinaus sagte Lawrow während der auf die Verhandlungen mit dem Außenminister Frankreichs, Jean-Yves Le Drian, folgenden Pressekonferenz, dass er seinem französischen Amtskollegen die Einstellung Russlands erläutert habe. „Wir haben die Fragen unserer französischen Kollegen zu dem Vorfall beantwortet, der sich im Schwarzen Meer zugetragen hat. Die EU erwähnt aus irgendwelchen Gründen in ihren Kommentaren das Asowsche Meer… Wir haben hervorgehoben, dass der Vorfall bewusst provoziert wurde.“

    Er betonte dabei, dass zwei Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes SBU, die sich an Bord der ukrainischen Schiffe befanden, bereits Angaben tätigen würden und diese bereits für die Medien zugänglich seien.

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    „Allen soll äußerst klar sein, wie und warum dies geschehen ist“, erläuterte der russische Außenminister.

    Lawrow verwies unter anderem darauf, dass man aus seiner Sicht keine Hilfe von den Vermittlern bezüglich des Vorfalls in der Straße von Kertsch benötige. „(…) Gestern wurde diese Situation (der Vorfall am Einlauf in die Straße von Kertsch aus dem Schwarzen Meer – Anm. d. Red.) während eines Telefongesprächs zwischen dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, und der Bundeskanzlerin, Angela Merkel, die Wladimir Wladimirowitsch (Putin – Anm. d. Red.) angerufen hat, besprochen.“

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    Er präzisierte dabei: „Ich sehe keine Notwendigkeit für irgendwelche Vermittler.“

    Damit erteilte Lawrow indirekt auch eine Absage an Bundesaußenminister Heiko Maas, der zuvor vorgeschlagen hatte, dass Berlin und Paris im Konflikt rund um die Straße von Kertsch die Vermittlerrolle einnehmen könnten.

    Zwei gepanzerte ukrainische  Kanonenboote und ein Schlepper überqueren Grenze zu  Russland
    © Foto : © Pressedienst des Grenzschutzamtes des FSB für Rebublik Krim
    Zuvor war berichtet worden, dass die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk”, „Nikipol” und „Jany Kapu” am 25. November Russlands Staatsgrenze überquert und dadurch gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstoßen hatten. Die ukrainischen Schiffe fuhren in das zeitweilig geschlossene Gebiet der russischen Hoheitsgewässer ein, führten dort stundenlang gefährliche Manöver aus und widersetzten sich allen Forderungen der russischen Küstenwache.

    Für den zwangsweisen Stopp der ukrainischen Schiffe kam es zu einem Waffeneinsatz. Schließlich wurden die drei Boote 50 Kilometer südwestlich der Krim-Brücke festgesetzt, wo Schiffe die Straße von Kertsch üblicherweise passieren. Laut einer Mitteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurden dabei drei ukrainische Matrosen leicht verletzt. Diese seien jedoch medizinisch behandelt worden und ihr Leben sei außer Gefahr, hieß es.

    Russland leitete angesichts des Zwischenfalls ein Strafverfahren ein und unterbreitete den Vorschlag, die Situation im Asowschen Meer in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu besprechen. Dieser Vorschlag wurde jedoch mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen blockiert.

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    Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hatte am Sonntagabend vorgeschlagen, für 60 Tage in der Ukraine den Kriegszustand zu verhängen. Das ukrainische Parlament hat der Einführung des Kriegsrechts im Land zugestimmt. Es soll allerdings auf 30 Tage und zunächst nur auf bestimmte Regionen des Landes beschränkt sein. Die ukrainische Armee und der Sicherheitsdienst SBU wurden in den Bereitschaftszustand versetzt.

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    Themen:
    Eskalation bei Kertsch (53)
    Tags:
    Vermittler, Sponsoren, Sergej Lawrow, Russland, Ukraine