11:51 13 Dezember 2018
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    Schiffe der ukrainischen Marine, die bei Kertsch festgenommen wurden

    Ukrainische Marineschiffe trugen zahlreiche Waffen und Munition an Bord – FSB

    © Sputnik / Pressedienst des Grenzschutzamtes des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB
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    Eskalation bei Kertsch (53)
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    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat zahlreiche Waffen und Munition an Bord der festgesetzten ukrainischen Kriegsschiffe vorgefunden. Dies geht aus einer Mitteilung des FSB hervor.

    Die aufgebrachten ukrainischen Boote hatten laut der Behörde mehrere Granatwerfer, Panzer- und Großkaliber-Maschinengewehre sowie andere Schnellfeuerwaffen, Granaten und Munition an Bord.

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    Demnach waren die Schiffe unter anderem mit vier 30-mm-Kanonen, vier automatischen Granatwerfern AGS-17, zwei DShk-Maschinengewehren, vier Kalaschnikow-Panzer-Maschinengewehren sowie 13 AK-47-Maschinenpistolen bewaffnet.

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    Außerdem wurden bei der Durchsuchung der Schiffe 1975 VOG-17-Geschosse für Granatwerfer, 495 VOG-Geschosse, 40 RGD-5-Granaten, 48 RGD-42-Granaten und Munition verschiedenen Kalibers gefunden.

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    Darüber hinaus sei auf dem Boot „Nikopol“ ein Dokument entdeckt worden, laut dem die Schiffe geheim von Odessa nach Berdjansk fahren sollten.

    Auf demselben Schiff sei auch eine handschriftliche Zusammenfassung der von Russland festgelegten Regelungen über die Durchfahrt durch den Kertsch-Jenikale-Kanal gefunden worden, hieß es in der FSB-Mitteilung.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk", „Nikipol" und „Jany Kapu" am 25. November Russlands Staatsgrenze überquert und dadurch gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstoßen hatten. Die ukrainischen Schiffe fuhren in das zeitweilig geschlossene Gebiet der russischen Hoheitsgewässer ein, führten dort stundenlang gefährliche Manöver aus und widersetzten sich allen Forderungen der russischen Küstenwache.

    Für den zwangsweisen Stopp der ukrainischen Schiffe kam es zu einem Waffeneinsatz. Schließlich wurden die drei Boote 50 Kilometer südwestlich der Krim-Brücke festgesetzt, wo Schiffe die Straße von Kertsch üblicherweise passieren. Laut einer Mitteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurden dabei drei ukrainische Matrosen leicht verletzt. Diese seien jedoch medizinisch behandelt worden und ihr Leben sei außer Gefahr, hieß es.

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    Russland leitete angesichts des Zwischenfalls ein Strafverfahren ein und unterbreitete den Vorschlag, die Situation im Asowschen Meer in einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu besprechen. Dieser Vorschlag wurde jedoch mit einer Mehrheit der abgegebenen Stimmen blockiert.

    Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine hatte am Sonntagabend vorgeschlagen, für 60 Tage in der Ukraine den Kriegszustand zu verhängen. Das ukrainische Parlament hat der Einführung des Kriegsrechts im Land zugestimmt. Es soll allerdings auf 30 Tage und zunächst nur auf bestimmte Regionen des Landes beschränkt sein. Die ukrainische Armee und der Sicherheitsdienst SBU wurden in den Bereitschaftszustand versetzt.

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    Eskalation bei Kertsch (53)
    Tags:
    Schiffe, Munition, Waffen, FSB, Kertsch, Russland, Ukraine