21:21 16 Dezember 2018
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    Su-57-Kampfjet (Archiv)

    Su-57, S-300, S-400 richten klare Botschaft an USA und Israel – Experten

    © Sputnik / Alexej Kudenko
    Politik
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    Trotz der Klarstellungen des russischen Verteidigungsamts rätseln die westlichen Medien immer noch über die Mission der Su-57 in Syrien. Im Gespräch mit Sputnik beleuchteten syrische Experten die Botschaft, welche die in Syrien eingesetzten russischen Su-57 zusammen mit den FlaRak-Systemen S-300 und S-400 an die USA und Israel schicken.

    Am 19. November veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium Aufnahmen der Manöver des Kampfjets Su-57 in Syrien, was eine lebhafte Diskussion in den US-Medien auslöste.

    Joseph Trevithick von dem Magazin „Drive“ brachte die Frage auf, welche anderen Aufgaben die Su-57-Crews während ihrer „absurd kurzen Reise nach Syrien“ ausgeführt hätten.

    Dem politischen Beobachter Ghassan Kadi zufolge könnten die Jets nicht zur Erfüllung der Aufgabe des Verteidigungsministeriums nach Syrien geflogen sein, sondern auch, um „das US-Radarsystem in Syrien zu verhöhnen. Und sie haben erfolgreich ihre Erfassung vermieden“.

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    Christopher Assad, ein politischer Beobachter und Autor syrischer Herkunft in Kanada, meinte, die Stealth-Jets hätten in erster Linie eine starke Botschaft nach Israel geschickt.

    „Ich betrachte es mehr als eine Botschaft an Israel als an die USA oder einen ihrer Koalitionspartner“, erläuterte er in Bezug auf das Manöver selbst und die Publikation der Aufnahmen. „Zusammen mit dem S-300- und S-400-Schutz, den Syrien von Russland erhält, bedeutet dies einfach, dass Israel in seinem Willen und seiner Fähigkeit blockiert wurde, Syrien und den Libanon nach Belieben anzugreifen“.

    Seiner Meinung nach hat dieser Schritt das strategische Ziel Israels, die „illegale Besetzung verschiedener Länder durch militärische Gewalt aufrechtzuerhalten“, nun in Frage und unter permanente Überwachung gestellt.

    Laut Assad „haben die Aussichten auf einen dauerhaften und umfassenden Frieden zwischen Syrien und Israel“ aufgrund der Beteiligung Russlands am siebenjährigen Bürgerkrieg in Syrien sowie dank den koordinierten Aktionen von Moskau, Damaskus und Teheran „exponentiell zugenommen“.

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    In Bezug auf das Treffen zwischen Russland, der Türkei, dem Iran und der syrischen Opposition, das am 28. und 29. November in Astana stattfinden soll, äußerte Christopher Assad die Hoffnung, dass dadurch den Terrorgruppen in Idlib die Möglichkeit genommen würde, eine politische Rolle auszuüben.

    „Sobald das (die politische Rolle der Terrormilizen – Anm. d.Red.) verschwunden ist und die militärischen Optionen der Gruppierungen verlorengehen, sehe ich keine Notwendigkeit für eine Konfrontation. Die endgültige Auflösung der Gruppen wird wahrscheinlich sein, vorbehaltlich syrisch-türkischer Verhandlungen unter der Schirmherrschaft des Irans und Russlands“, erörterte er.

    Allerdings bleibe die militärische Präsenz der USA in Syrien immer noch eine Herausforderung für Damaskus und die von Russland geführte Koalition.

    „Meines Erachtens ist sich sogar die amerikanische Regierung bewusst, dass ihre Präsenz in Syrien auf Dauer unhaltbar ist. In mehr als einer Hinsicht möchten sie sich vielleicht zurückziehen und dies möglichst bald tun, aber sie werden diese Entscheidung nicht treffen bevor sie sich einen Kompromiss sichern können, der einen gleichzeitigen Rückzug der iranischen Präsenz in Syrien garantiert“, so der Experte weiter.

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    Tags:
    Experten, Raketenabwehrsystem S-400, Su-57, S-300, Ghassan Kadi, Christopher Assad, Idlib, Israel, Syrien, USA, Russland