15:55 17 Dezember 2018
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    am Bord des US-Zerstörers Donald Cook (Archiv)

    USA schicken erneut zwei Zerstörer in Richtung China

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    Politik
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    Zwei Kriegsschiffe der USA sind laut der Nachrichtenagentur Reuters zum dritten Mal in diesem Jahr durch die Taiwan-Straße gefahren.

    Die „USS Stockdale“ und das Versorgungsschiff „Pecos“ seien durch die Taiwan-Straße zwischen dem chinesischen Festland und der Insel Taiwan gefahren, heißt es in der Meldung der Agentur. „Die Durchfahrt der Schiffe durch die Taiwan-Straße weist darauf hin, dass sich die USA für eine offene Indo-Pazifik-Region einsetzen. Die US-amerikanischen Flugzeuge und Schiffe werden weiter überall handeln, wo es vom Völkerrecht erlaubt ist“, heißt es in der Erklärung der Pazifikflotte der USA.

    Eine ähnliche Erklärung hatten Vertreter der US-Pazifikflotte am 22. Oktober 2018 abgegeben, als amerikanische Schiffe ebenfalls durch die Taiwan-Straße gefahren waren. Im Juli 2018 hatte das Pentagon zum ersten Mal seit dem Jahr 2007 zwei Zerstörer in die Taiwan-Straße geschickt.

    Ein japanisches Schiff (Symbolbild)
    © Sputnik / Aleksej Danitschew
    Chinas Außenamtssprecher Geng Shuang hatte Besorgnis über das Manöver geäußert. „Wir fordern die USA auf, das Taiwan-Thema sorgfältig und angemessen zu behandeln, um den Frieden und die Stabilität in der Taiwan-Straße sowie die chinesisch-amerikanischen Beziehungen nicht zu beeinträchtigen“, so Geng Shuang.

    Taiwan ist de facto ein eigenständiger Staat, jedoch de jure eine Provinz der Volksrepublik China. Die Teilung erfolgte 1949. Nach Ende des Bürgerkriegs hatten die Kommunisten auf dem Festland die Chinesische Volksrepublik mit der Hauptstadt Peking gegründet. Die Kuomintang-Anhänger, die den Krieg verloren hatten, waren auf die Insel geflüchtet und hatten dort die Republik China ausgerufen. Taipeh erkennt das Prinzip des „einheitlichen und untrennbaren Chinas“ nicht an und strebt nach Unabhängigkeit von der Chinesischen Volksrepublik.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Härte in Handelsstreit: Trump hält an Erhöhung von Zöllen gegen China fest

    Anfang 2018 war ein Handelskrieg zwischen den USA und China ausgebrochen, bei dem es um eine gegenseitige Zollerhöhung geht. Den ersten Schlag hatte US-Präsident Donald Trump versetzt, indem er Peking ein unfaires Spiel vorwarf und über ein zu großes bilaterales Handelsbilanzdefizit klagte. Später hatte er den Handels-Sieg über China erklärt, das die amerikanische Wirtschaft ihm zufolge nicht mehr werde einholen können.

    Auf dem G20-Gipfel, der vom 30. November bis zum 1. Dezember in Buenos Aires in Argentinien stattfindet, werden sich Donald Trump und der chinesische Staatschefs Xi Jinping treffen.

    >> Weitere Sputnik-Artikel:  China zeigt den USA, wer im Westpazifik das Sagen hat

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    Zerstörer, Taiwanstraße, Taiwan, USA, China