21:59 16 Dezember 2018
SNA Radio
    Havanna, Kuba (Symbolbild)

    Mysteriöse Symptome bei kanadischen Diplomaten auf Kuba: Erneut Akustik-Attacken?

    © AFP 2018 / ADALBERTO ROQUE
    Politik
    Zum Kurzlink
    Paul Linke
    5447

    Die kanadische Regierung geht „ungewöhnlichen“ Krankheitssymptomen bei gut einem Dutzend ihrer Diplomaten oder deren Angehörigen der Botschaft in Kuba nach. In US-Medien war von gezielten Akustik-Attacken die Rede, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

    Die kanadische Regierung untersucht weiterhin mögliche Ursachen ungewöhnlicher Gesundheitssymptome, die von einigen diplomatischen Mitarbeitern und Angehörigen in Havanna (Kuba) gemeldet wurden.

    Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass kanadische Reisende nach Kuba in Gefahr sind. Kanadische Touristen sollten weiterhin die Reisehinweise und —Empfehlungen der kanadischen Regierung auf die neuesten Updates überprüfen, warnt die Regierung in Kanada.

    Medizinische Tests hätten offenbar bestätigt, dass ein weiterer Mitarbeiter betroffen ist. Er erhalte die notwendige ärztliche Betreuung, teilte die kanadische Regierung am Mittwoch mit. Dieser Vorfall bringt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 13 Personen. Die Betroffenen litten demnach unter Schwindel, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Akustik-Attacken auf US-Diplomaten: Kuba schließt Russlands Beteiligung aus<<<

    „Bisher konnten die Ursachen nicht identifiziert werden“, hieß es in der Mitteilung weiter. Die kanadische Regierung erlaube es Botschaftsmitarbeitern in Kuba, auf eigenen Wunsch nach Kanada zurückzukehren. Eine kanadische Regierungsdelegation werde demnächst zur Bewertung der Lage in den Inselstaat reisen.

    Erst im April hatte die kanadische Regierung die Botschaft in Havanna zu einem Ort erklärt, zu dem Diplomaten ohne Angehörige entsandt werden, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (DPA). Das entspreche de facto einem Rückruf der Familienmitglieder nach Kanada. Die kubanische Regierung hätte den Schritt als „ungerechtfertigt“ kritisiert.

    Seit November 2016 hätten mehr als 20 US-Diplomaten in Kuba ähnliche Symptome gezeigt. Erst im März hatte die Regierung in Washington das Personal in ihrer dortigen Vertretung auf ein Minimum reduziert. In US-Medien war von gezielten Akustik-Attacken auf die Diplomaten die Rede. Die kubanischen Behörden hatten nach eigenen Angaben keine Hinweise auf derartige Angriffe gefunden.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Mutter von US-Diplomatin schildert gruselige „Schallattacken“ in China<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Gesundheit, Botschaft, Attacke, Kanada, Kuba